Besuch des Bio-Sonnenhauses am Ammersee

Am Sonntag den 16. Dezember 2012 trafen wir und um 14:30 Uhr am Pasinger Bahnhof, in München, um Gemeinsam mit der S-Bahn nach Seefeld-Hechendorf zu fahren. Von dort aus holte uns Thomas Allner-Kiehling mit dem Auto ab, um uns zu seinem „Bio-Sonnenaus am Ammersee“ im Ort Buch, Stadtteil Inning, zu fahren.

Als wir dort angekommen waren, erzählte er uns vom Bau seines Hauses. Er sagte, dass es das erste Haus sei, welches zu 90% recycle bar ist.

Das Haus wurde 2010 von ihm und seiner Frau, Susi, gebaut, wobei bei dem Bau auch sehr auf Nachhaltigkeit und Sozialität geachtet wurde. Dabei haben sie zum Beispiel fast ausschließlich Materialien aus Bayern verwendet, um bei deren Transport nicht zu viel CO2-Ausstoß zu verursachen.

Eine weitere Besonderheit war, dass er mit Student*innen und Leihen das Haus gebaut hat. Sie haben zwar eine Baufirma miteinbezogen, diese half Ihnen aber nur beratend, indem sie erkläre, wie sie was zu machen haben. Er erzählte, dass es gar nicht so einfach war, so eine Firma zu finden, da viele Firmen keine Eigenbeteiligung wünschen.

Aber wie kam es zu dem Namen Bio-Sonnenhaus? Ganz einfach, es ist fast komplett aus nachhaltigen Materialien gebaut. Zum Bau wurde nur sehr wenig Bio-Beton benutzt. Der Rest besteht zum Großteil aus Holz und Lehm. Isoliert wurde das Haus beispielsweise mit Altpapier-Schnipsel von einer fehlgedruckten Zeitung.

Des Weiteren wird das Haus mit erneuerbaren Energien betrieben. Er erklärte uns, dass er in seinem Haus einen 14.000-Liter-Kessel hat. Das Wasser, welches sich in dem Kessel befindet, wird durch Solarzellen auf dem Dach erwärmt. Durch Rohre, die durch die Wände gelegt sind, kann das warme Wasser dann auch zum Heizen benutzt werden.

Für den Stromverbrauch seines Hauses hat er mehrere Photovoltaik-Zellen auf seinem Dach.

Um nicht unnötig Trinkwasser zu Verbrauchen ist in dem Haus ein System eingebraut, welches z. B. die Toilettenspülung mit Regenwasser betreibt.

Auch achteten Thomas und Susi darauf, dass im Sonnenhaus wenig Elektrosmog entsteht. Auch deshalb haben sie keine per Kabel verlegten Lichtschalter, sondern solche, die mit Funksignalen die Lampen an-und ausschalten.

Zum Schluss berichtete er noch, dass er demnächst ein „Biohaus-Consulting“ eröffnen möchte, beidem er Leute berät, welche auch ein Biohaus bauen möchten.

Insgesamt war es ein wirklich spannender Nachmittag. Es geht also wirklich, grüne Grundwerte in einem Haus zuverbinden!

Danke an Susi und Thomas für eure Zeit, die ihr euch für uns genommen habt!

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