Awareness
Awareness-Arbeit bedeutet für uns, bewusste, respektvolle und solidarische Räume zu schaffen. In diesen Räumen wirken wir Diskriminierung, Übergriffen und Machtmissbrauch aktiv entgegen. Dabei umfasst Awareness die gemeinsame Verantwortung füreinander, die Sensibilisierung für persönliche Grenzen und die Unterstützung von Betroffenen. Dazu gehört auch, strukturelle Ungleichheiten zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken.
Awareness ist ein zentraler Bestandteil der GRÜNEN JUGEND. Auf allen Ebenen und bei jeder Veranstaltung achten wir darauf, unser Awareness-Konzept umzusetzen und sind nach Möglichkeit mit unserem Awarenessteam vertreten.
Wenn du Fragen hast, Unterstützung brauchst oder einfach ein vertrauliches Gespräch mit einer Awareness-Person führen möchtest – egal ob zu Vorfällen auf Veranstaltungen der GRÜNEN JUGEND Münchem oder einfach so – melde dich jederzeit unter awareness@gjm.de.
Awarenessteam
Die Awarenessarbeit der GRÜNEN JUGEND München dient der Unterstützung von Personen, die Grenzüberschreitungen, Diskriminierung, Gewalt oder andere belastende Situationen erfahren haben, sowie der Prävention solcher Situationen innerhalb des Verbandes
Dabei arbeitet das Awarenessteam (folgend AWG) nach folgenden Grundsätzen:
● Parteilichkeit: Die AWG steht auf der Seite der betroffenen Person und unterstützt deren Bedürfnisse. Mitglieder der AWG sind keine Vermittler*in zwischen zwei oder mehreren Seiten oder Neutral, sondern die Unterstützung der Person, die Gewalt oder Diskriminierung erfahren hat. Partei ergreifen bedeutet auch, sich für die Sicht und die Forderungen der Betroffenen einzusetzen. Das heißt, eine Grenzverletzung als solche zu akzeptieren und die Wahrnehmung der betroffenen Person nicht in Frage zu stellen.
● Definitionsmacht: Die betroffene Person definiert selbst, wann für sie eine Diskriminierung vorliegt, wann und wie Grenzen überschritten werden und diese Sichtweise wird von anderen nicht in Frage gestellt. Es schafft den Raum, die betroffene Person in ihren eigenen Worten erzählen zu lassen, was sie erlebt hat. So werden zum Beispiel die von der Person verwendeten Begriffe ernstgenommen und nicht mit eigenen, als passender angesehenen Begriffen ersetzt.
● Vertraulichkeit: Alles, was die betroffene Person erzählt, ist erstmal vertraulich und wird nur in Absprache und mit Einverständnis der betroffenen Person an andere Personen weitergegeben. Der Fall wird im Protokoll anonymisiert, also ohne Namen oder andere Merkmale, die eindeutige Rückschlüsse auf die Person zulassen.
● Selbstbestimmung: Alles, was unternommen wird, entweder von Seite der AWG, dem Orga-Team oder von Seiten der betroffenen Person, muss in Einverständnis mit der Person geschehen. Die betroffene Person allein entscheidet, was passiert und was nicht, die AWG ist lediglich in unterstützender Funktion vor Ort.
● Grenzachtung: In der AWG sind Menschen mit eigenen Grenzen. Deshalb muss vor dem Einsatz immer klar sein, wo persönliche Grenzen sind und welche Fälle von welcher Person betreut werden können und welche nicht. Im Team muss gemeinsam darüber gesprochen werden, damit Fälle abgegeben werden können und es im Einsatz allen gut geht.
Mitglieder im
Awarenessteam
Das Awarenessteam wird gerade neu aufgebaut.
Ombudsstellen
Ombudsstellen bieten unabhängige und vertrauliche Anlaufpunkte, an die sich Betroffene wenden können, um über sexualisierte Gewalt im Verband zu sprechen und fachkundige Beratung zu erhalten. Ihr Handeln orientiert sich am Prinzip der Betroffenengerechtigkeit, sodass der Schutz der betroffenen Personen stets oberste Priorität hat.
Neben der Beratung zu Fällen sexualisierter Gewalt unterstützen passende Ombudsstellen auch im Konfliktmanagement, etwa durch Mediationen, und bieten zudem Beschwerdemanagement oder eine professionelle Einschätzung dazu an. Für all diese Anliegen stehen mehrere geschulte Ombudspersonen zur Verfügung. Ihr könnt frei und anonym wählen, an wen ihr euch wenden möchtet.