Gegen den antizionistischen Normalzustand im Eine-Welt-Haus

In den letzten Monaten fanden im Münchner Eine-Welt-Haus diverse antizionistische Veranstaltungen statt. Anlässlich der Veranstaltung „Die ethnische Säuberung Palästinas“ des Vereins „Salam Shalom“ am 14. Mai, dem Jahrestag der Staatsgründung Israels, findet um 18:30 Uhr eine Kundgebung vor dem Eine-Welt-Haus statt. Die Grüne Jugend München unterstützt diese Kundgebung gegen die heutige und andere antizionistische Veranstaltungen im Eine-Welt-Haus.

Jamila Schäfer, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND München erklärt hierzu: „Die Demonstration richtet sich nicht nur gegen die Lesung des antizionistischen Vereins „Salam Shalom“, die am Dienstag im Eine-Welt-Haus stattfindet. Vielmehr wird dadurch angeprangert, dass das Eine-Welt-Haus in letzter Zeit sehr häufig eine Bühne für antizionistische oder so genannte „israelkritische“ Veranstaltungen bietet. Kein Land der Welt wird bei Veranstaltungen im Eine-Welt-Haus so oft angegriffen wie Israel. Die GRÜNE JUGEND München stellt sich gegen diese einseitige Verurteilung des jüdischen Staates und tritt konsequent gegen jede Form von Antisemitismus ein.“

Sachliche Kritik an der israelischen Regierungspolitik ist selbstverständlich legitim – diese wird auch in Israel ständig geübt. Dass ein behauptetes Tabu dies zu tun in keiner Weise existiert, sieht man täglich in den deutschen Medien. Bei den genannten Veranstaltungen im Eine-Welt-Haus ging es allerdings um eine Dämonisierung und Delegitimierung des israelischen Staates.
Dominik Krause, Sprecher der GRÜNEN JUGEND München, fügt hinzu: „Das Eine-Welt-Haus ist ein wichtiges Kultur- und Veranstaltungszentrum, das per Eigendefinition „für ein friedliches und solidarisches Miteinander zwischen Menschen aller Kulturen“ steht. Es ist besorgniserregend und absolut inakzeptabel, dass ein Ort mit diesem Motto der Verbreitung von Hass gegen Jüdinnen und Juden oder der Hetze gegen den Staat der Shoa-Überlebenden dienlich ist. Wir fordern den Trägerverein dazu auf, solchen Veranstaltungen in Zukunft keine Plattform zu bieten und sich von deren Inhalten zu distanzieren. Das Zentrum sollte wieder ein wichtiger Anlaufpunkt für migrantische Selbstorganisation werden und seinen Ruf als „Eine-Welt-ohne-Israel-Haus“ hinter sich lassen.“

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