PM: GRÜNE JUGEND München fordert: Altes Strafjustizzentrum als Wohnheim für Studierende und Azubis nutzen
München, 24. November 2025 – Die GRÜNE JUGEND München fordert die Umwandlung des alten Strafjustizzentrums an der Nymphenburger Straße in ein gemeinsames Wohnheim für Studierende und Auszubildende. Die Spitzenkandidat*innen für den Münchner Stadtrat, Clara Nitsche, StRin, und Lorenz Stradtner, präsentieren damit eine soziale und zukunftsorientierte Nachnutzung, die den akuten Wohnraumbedarf junger Menschen in München ernst nimmt und endlich spürbar angeht. Das historische Justizgebäude, zentral gelegen und hervorragend angebunden, steht nach dem Umzug der Justizbehörden vor einer Neuausrichtung. Für die GRÜNE JUGEND ist klar: Diese Fläche darf nicht, wie von der Staatsregierung ursprünglich geplant, profitorientiert verkauft werden und jahrelang leerstehen. Sie muss, wie es auch die Petition des Münchner Forums e.V. mit fast 10.000 Unterschriften fordert, für „bezahlbare Wohnungen für breite Schichten der Bevölkerung“ genutzt werden.
Wohnheim statt Leerstand – sozialer Nutzen statt Spekulation
Der Vorschlag der GRÜNEN JUGEND sieht eine gemeinsame Trägerschaft des Studierendenwerk München Oberbayern und des AzubiWerk München vor. Beide Organisationen verfügen über umfassende Erfahrung in Verwaltung, Förderung und sozialer Vergabe von Wohnraum. Eine gemeinsame Struktur schafft Synergien, etwa durch geringere Verwaltungskosten und breite Fördermöglichkeiten.
Zudem würde die Umwandlung in gemeinschaftlichen Wohnraum die Renovierungs- und Umbaukosten deutlich dämpfen, da ein sozial orientierter Umbau wesentlich kosteneffizienter ist als marktübliche Luxussanierungen oder gar ein Neubau im Falle eines Verkaufs durch den Freistaat.
Gemeinsames Wohnen gegen Polarisierung
Wie groß der Bedarf ist, zeigt eine aktuelle Befragung des DGB-Bayern zu den Lebensbedingungen von Auszubildenden: 43 % der Befragten können sich vorstellen, in einem Azubiwerk zu wohnen, weitere 26 % unter der Bedingung, dass das Wohnen bezahlbar ist und den Alltag erleichtert. Auch beim Studierendenwerk München und Oberbayern warten tausende Studierende auf einen Wohnheimplatz.
Die GRÜNE JUGEND betont, dass ein gemeinsames Wohnheim für Studierende und Auszubildende nicht nur bedarfsorientiert, sondern auch gesellschaftlich notwendig ist. Gerade in Zeiten von Polarisierung und Vereinzelung brauche es Orte, an denen junge Menschen vielfältiger Lebenswege miteinander leben und Gemeinschaft erleben können.
Kurzfristig helfen – langfristig gestalten
Neben der langfristigen Entwicklung will die GRÜNE JUGEND auch kurzfristige Maßnahmen prüfen lassen, etwa eine Zwischennutzung als Übergangsunterkunft für Studierende und Auszubildende zu Semester- und Ausbildungsbeginn.
Ein Projekt mit Signalwirkung
Der Vorschlag erfüllt mehrere strategische Ziele: Stadtentwicklung im Bestand, Förderung sozialer Mischung, Stärkung junger Menschen sowie eine klare Absage an Leerstand und spekulative Immobilienpolitik. Vor allem aber wäre die Umwandlung des Gebäudes auch ein sichtbares Zeichen: München hat auch Platz für junge Menschen.
Lorenz Stradtner:
„Der Freistaat feiert München gern als Spitzenstandort für Wissenschaft und Forschung, aber bezahlbarer Wohnraum bleibt dabei der blinde Fleck. Es wird Zeit, dass die Staatsregierung ihre Wohnungspolitik endlich gemeinwohlorientiert ausrichtet, statt an die Meistbietenden zu verkaufen.“
Clara Nitsche:
„Mit dem alten Strafjustizzentrum hat der Freistaat jetzt die Chance zu zeigen, dass ihm sozialer Wohnraum wirklich wichtig ist. Ein gemeinsames Wohnheim für Studierende und Auszubildende wäre dafür das perfekte Signal: mitten in München, bezahlbar und zukunftsorientiert.“
Clara Nitsche, StRin & Lorenz Stradtner
GRÜNE JUGEND MÜNCHEN
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