26. März 2026

Einrichtung eines AK Klimagerechtigkeit



Gerade erleben wir den fossilen Rollback live und in Farbe. Katherina Reiche 
will Solarförderung und Heizgesetz zurückbauen, Trump steigt aus dem Pariser 
Klimaabkommen und aus der Klimarahmenkonvention aus und weltweit kommen rechte 
bis rechtsextreme Parteien an die Macht, die den Klimaschutz weit wie möglich 
zurückfahren wollen.

Gerade ist Kommunalwahl, die davor war vor sechs Jahren. Damals ging es im 
Wahlkampf weniger um Wohnen und die groben Fehler von Dieter Reiter, sondern es 
ging vor allem um eins: Klimaschutz. Alle Parteien überboten sich damals in 
München, wer denn die größte Klimaschützerin sei. (Btw war diese Wahl auch noch 
vor Corona!)

Und ganz ähnlich ist das auch bei Wahlen auf anderen Ebenen. Sei’s in den USA, 
sei’s bei den Bundestagswahlen, Klimaschutz spielt aktuell in Wahlkämpfen kaum 
eine Rolle.

Und während Klimapolitik eingestampft wird, eskaliert die Klimakrise 
gleichzeitig Jahr für Jahr. Von 2023-2025 waren jeweils die heißesten Jahre seit 
Beginn der Wetteraufzeichnungen. Im Hitzesommer sterben in Europa zehntausende 
Menschen, Extremwetter wie die Flut in Valencia 2025 töten und führen zu Schäden 
in Milliardenhöhe.

Und wir Grüne in München? Wir haben einen Wahlkampf geführt, in dem das 
Klimathema zwar nicht verschwiegen wurde, aber auch nicht komplett im 
Vordergrund stand. Und das, obwohl wir die Klimapartei sind, wenn Klimaschutz 
auf der Agenda steht, dann wählen die Menschen auch mehr Grüne. Oder?

Was können wir jetzt tun?

Lucie und ich würden gerne den AK Klimagerechtigkeit wieder einrichten lassen. 
Damit es in der Grünen Jugend wieder einen festen Ort gibt, an dem Klimaschutz 
Platz hat und an dem wir Mitglieder uns gemeinsam weiterbilden können. An dem 
wir gemeinsam lernen können, auf welche wissenschaftlichen Fakten sich die 
Klimawissenschaft stützt, wie eine notwendige Klimapolitik aussehen kann, wie 
die fossile Lobby seit Jahren effektiven Klimaschutz im Westen verhindert und 
was das Klimathema lokal und global mit den verschiedenen anderen Kämpfen 
verbindet, die es zu kämpfen gilt. Mit antikapitalistischen Kämpfen, 
antimilitaristischen Kämpfen, Antirassismus, Arbeitskämpfen, dem Kampf gegen 
Ableismus und feministischen Kämpfen.

Wir können über globale Ungerechtigkeiten reden, denn die Klimakrise trifft 
diejenigen am härtesten, die sie am wenigsten verursacht haben, wir können aber 
auch über Ungerechtigkeiten in München reden, über die große Verantwortung des 
globalen Nordens für mehr Klimaschutz, und zu guter Letzt auch darüber, wie wir 
das Klimathema als GJ und als gesellschaftliche Linke wieder auf die Agenda 
setzen können.

Wie geht es jetzt weiter:

Falls ihr der Einrichtung eines AK Klimagerechtigkeit zustimmt, werden bei der 
ersten AK Sitzung zwei Koordis gewählt, die dann den AK für ein halbes Jahr 
leiten. Wir würden uns in dieser Zeit mindestens zweimal treffen.



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