26. März 2026

Femizide stoppen – Frauenhäuser stärken!



Die Versammlung möge beschließen:

Der Vorstand der GRÜNEN JUGEND München setzt sich bei der Stadtratsfraktion, bei 
der Stadtpartei sowie beim Bürgermeisterbüro und bei der GRÜNEN JUGEND Bayern 
für die Erfüllung folgender Ziele ein:

Jede schutzsuchende Frau verdient Schutz!

Die hohe Zahl an Femiziden hängt direkt mit der zu geringen Anzahl an 
Frauenhäusern zusammen. Wir fordern die konsequente Umsetzung der Istanbul-
Konvention. Das bedeutet: Ausreichend Raum, barrierefreie Zimmer und eine 
personelle Ausstattung, die auch eine spezialisierte Beratung für traumatisierte 
Frauen und ihre Kinder ermöglicht.

Ausreichende Finanzierung von Frauenhäusern

Wir fordern ein bundesweit einheitliches Rahmengesetz, das die Finanzierung von 
Frauenhäusern und Fachberatungsstellen rechtlich absichert. Schluss mit der 
Debatte, wer zuständig ist – der Schutz vor Gewalt muss als gemeinsame 
staatliche Pflichtaufgabe definiert werden, die Bund, Länder und Kommunen zur 
Zusammenarbeit verpflichtet, statt sie gegeneinander auszuspielen. Die 
organisatorischen und finanziellen Zuständigkeiten müssen bundesweit einheitlich 
geregelt und eindeutig definiert sein, hier darf es keine Möglichkeit für 
Ausreden einzelner Ebenen mehr geben.

Öffentlichkeitskampagne gegen patriarchale Gewalt und das Finanzierungschaos

Die GRÜNE JUGEND München verpflichtet sich dazu, im Juli eine breit angelegte 
Öffentlichkeitskampagne zum Thema Frauenhäuser und patriarchale Gewalt 
durchzuführen. Im Zentrum dieser Kampagne steht die Aufklärung über das fatale 
und intransparente Finanzierungs-Labyrinth aus Bundes-, Landes- und kommunalen 
Mitteln sowie unterschiedlichen Trägerschaften. Wir machen deutlich: Dass der 
Schutz vor Gewalt in München von bürokratischem Zuständigkeits-Hickhack und der 
mangelnden Bereitschaft des Freistaats Bayern zur Vollfinanzierung abhängt, ist 
ein unhaltbarer Zustand. Wir kritisieren scharf, dass die chronische 
Unterfinanzierung und das Fehlen eines einheitlichen Rahmengesetzes direkt auf 
dem Rücken von Betroffenen ausgetragen werden. Ziel der Kampagne ist es, den 
öffentlichen Druck auf die Entscheidungsebenen zu erhöhen und die Forderung nach 
einer verlässlichen, bedarfsgerechten und staatlich garantierten Finanzierung 
als Pflichtaufgabe unüberhörbar zu machen.

Die GRÜNE JUGEND München erkennt die besondere Schutzbedürftigkeit von TINA*-
Personen (trans*, inter, non-binäre und agender Personen) vor patriarchaler 
Gewalt an. Die Schaffung von TINA*-Schutzräumen würdigt die GRÜNE JUGEND München 
und verpflichtet sich dazu, sich zukünftig eine fundierte Wissensbasis über die 
besondere Schutzbedürftigkeit von TINA*-Personen anzueignen und auf dieser 
aufbauend in Zusammenarbeit mit Expert*innen ein Bildungsangebot für die 
Mitglieder der GRÜNEN JUGEND München zu schaffen.

Des Weiteren soll ein Antrag auf der nächsten Mitgliederversammlung zu den 
Schutzbedürfnissen von TINA*-Personen, ob in der Politik oder außerhalb, 
mithilfe von Expert*innen und Betroffenen gestellt werden.



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