Clara Nitsche

Clara

Clara Nitsche, 22 

Studentin der Sozialen Arbeit 

Spitzenkandidatin der GRÜNEN JUGEND München für die Kommunalwahl 2020 

Liste 2 Platz 9 

 

Kommunalpolitik beeinflusst unser Leben vor Ort ganz unmittelbar. Ich setze mich für eine Stadt für Alle ein. Das bedeutet nicht nur, dass wir zum Beispiel Barrierefreiheit fördern, sondern auch, dass unsere Stadt jugendgerecht ist. Gibt es genug öffentlichen Raum, an dem wir uns ohne Konsumzwang aufhalten können? Gibt es günstige kulturelle Angebote in unserer Stadt und komme ich auch unter der Woche nachts mit dem ÖPNV nach Hause?  Und zu guter Letzt: Trägt meine Stadt dazu bei, die Klimaziele einzuhalten und unsere Lebensgrundlagen zu retten? Um die Interessen von jungen Menschen zu vertreten und die Kommunen jugendgerecht zu gestalten, müssen endlich auch mehr junge Menschen in die Parlamente. Deshalb kandidiere ich für den Stadtrat in München. Es ist unsere Stadt und unsere Zukunft.

 

Dafür stehe ich: 

Als angehende Sozialpädagogin ist für mich neben  Kinder- und Jugendbeteiligung und konsequentem Klimaschutz die Sozialpolitik in München ein besonderes Herzensthema. Immer wieder habe ich strukturelle Missstände und Ungerechtigkeiten feststellen müssen, die viel Leid verursachen. 

So sind zum Beispiel Frauen meist nicht darüber informiert, dass es Frauenhäuser gibt, in denen sie Schutz vor häuslicher Gewalt suchen können. Es gibt zu wenige Kita Plätze und Alleinerziehenden und Frauen in prekären Lebenslagen werden Steine nicht aus dem Weg geräumt.

 Knapp 9.000 Menschen haben in München zurzeit keine Wohnung- darunter knapp 2000 Kinder. Die aufsuchende Sozialarbeit, welche auf Menschen auf der Straße oder ältere Menschen in schwierigen Lebenslagen zugeht und die Hürde nimmt, sich Hilfe suchen zu müssen, ist massiv unterfinanziert. Ein besserer Ausbau könnte viele Menschen unterstützen und Leid vermindern. 

Queere Geflüchtete werden in Unterkünften auf Grund ihrer Sexualität bedroht und erhalten nicht den Schutz, den sie benötigen. Gleiches erleben geflüchtete Frauen.

Wir müssen uns aktiv  für diejenigen einsetzen, die an den Rand unserer Gesellschaft gedrängt werden und die Strukturen verändern. 

Außerdem stehen wir als GRÜNE JUGEND für eine inklusive Sozialpolitik. Das bedeutet nicht nur, dass wir die Barrierefreiheit vorantreiben, sondern dass alle Menschen Teil der Gesellschaft sind. Dafür müssen wir die Separierung innerhalb sozialer Angebote aktiver durchbrechen. Wir wollen nicht, dass ältere Menschen ihre Zeit im Alten-Servicezentrum verbringen und Behinderte, psychisch Erkrankte oder Alleinerziehende getrennt in spezialisierten Einrichtungen sein müssen. Wir wollen mehr Angebote schaffen, wo sich Menschen begegnen können und Teil der Gesellschaft sind. Ein gutes Beispiel hierfür sind Mehrgenerationenprojekte.  Die nachbarschaftlichen Netzwerke und die Gemeinschaft vor Ort muss in den Bezirken gestärkt werden durch mehr Raum für Nachbarschaftsprojekte. München soll eine Stadt für Alle sein, in der jeder Mensch in Würde leben kann. 

 

Clara

 

Ich will mich daher im Stadtrat einsetzen für: 

1. Bessere Finanzierung von Frauenhäusern und mehr Informationen und Beratung für Frauen in schwierigen Lebenslagen

2. Wohnortnahe Kinderbetreuungsplätze 

3. Wohnraumoffensive, vor allem die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum 

4. Sofortprogramm zur Beendigung der Kinderwohnungslosigkeit 

5. Förderung von Mehrgenerationenwohnen und von inklusiven sozialen Einrichtungen

6. Den Ausbau der aufsuchenden Sozialarbeit, um Armut zu bekämpfen und ältere Menschen zu unterstützen

7. Ausbau der Barrierefreiheit 

8. Mehr öffentlicher Raum für Nachbarschaftsprojekte oder für andere nicht kommerzielle Zwecke

9. Echte Lernmittelfreiheit an den städtischen Schulen ohne Antragsregelungen zum Kostenerlass für Unterrichtsmaterial,   Schulausflügen oder Ähnlichem 

10. Spezielle Einrichtungen, Beratung und Schutz vor Gewalt für queere Geflüchtete und geflüchtete Frauen in besonderen Lebenslagen.