PRESSEMITTEILUNG: Reißt die Mauer ein!

Auf ihrer Mitgliederversammlung fordert die GRÜNE JUGEND München die Mauer um das Geflüchtetenheim in Neuperlach unverzüglich abzureißen, um den im Heim untergekommenen unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten nicht mit einer Symbolik der Abschottung zu begegnen.

Totti Schöningh, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND München, erklärt:

„Eine vier Meter hohe Mauer hat mehr als nur den Anspruch, die Anwohner*innen vor Lärm zu schützen: Sie will abschotten. Die Mauer steht konträr zu jeder Form der Inklusion der Neuankommenden, für die sich München in den vergangenem Jahr doch so deutlich ausgesprochen hat.“

Anne Steuernagel, Schatzmeisterin der GRÜNEN JUGEND München, ergänzt:

„Vor allem den richterlichen Beschluss, dass die Mauer nicht für freizeitliche Aktivitäten, wie beispielsweise Ballsportarten, genutzt werden darf, können wir nicht nachvollziehen, insbesondere da es sich um eine Unterkunft für minderjährige Geflüchtete handelt. Gegen diese Form der Nichtakzeptanz muss vorgegangen werden: mit dem sofortigen Abriss der Mauer.“

PM: Nach den Verbrechen der letzten Woche – Wachsamkeit und Prävention statt Schein-Sicherheit

Die GRÜNE JUGEND München trauert mit den Opfern der schrecklichen Verbrechen der vergangenen Woche in Würzburg, München und Ansbach.
Über die Äußerung des OB Reiter, dass an der Wiesn in Zukunft ein Rucksack- und Taschenverbot gelten solle, zeigen sich die Sprecher*innen der GRÜNEN JUGEND München jedoch verwundert.

Sprecherin Tomke Schöningh stellt klar:

„Unser Mitgefühl gilt den Opfern sowie ihren Angehörigen, Freundinnen und Freunden. Ihr Leid darf jetzt allerdings nicht für politische Instrumentalisierung missbraucht werden. Weder geschlossene Grenzen noch ein Einsatz der Bundeswehr im Inneren oder ein Verbot von Taschen am Oktoberfest schaffen mehr Sicherheit. Statt auf Schein-Sicherheit muss auf eine aktive Präventionsarbeit gesetzt werden, die psychische Krankheiten genauso wie eine zunehmende ideologische Gewaltbereitschaft im Kern angeht.“

Marcel Rohrlack, Sprecher und Bundestagskandidat der GRÜNEN JUGEND München, fügt hinzu:

„Dass Herr Reiter jetzt vorschlägt Taschen und Rucksäcke an der Wiesn zu verbieten, ist höchst unseriös. Bei keinem der schrecklichen Vorfälle der letzten Tage noch beim Wiesn-Attentat 1980 hätte diese Maßnahme geholfen. Vielmehr muss auf die ständige Präsenz von Polizeikräften gesetzt werden um schnell auf Gefahrensituationen reagieren zu können. Ich will nicht, dass die Wiesn-Sicherheit für die Profilierung der Koalitionspartner im Rathaus missbraucht wird.“

GRÜNE JUGEND München stellt Bundestagskandidaten auf

An ihrer Mitgliederversammlung am 21. Juli hat die GRÜNE JUGEND München für Marcel Rohrlack ein Votum für die anstehende Bundestagswahl vergeben. Damit unterstützt die Jugendorganisation von Bündnis 90/Die Grünen ihren Sprecher dabei, in den Bundestag gewählt zu werden. Marcel Rohrlack ist seit Januar 2015 Sprecher der GRÜNEN JUGEND München. Er gehörte vorher dem Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND an.

Sprecherin Tomke Schöningh sagt dazu:

»Es freut mich, dass wir mit Marcel einen jungen und ambitionierten Kandidaten haben, der für die Interessen der GRÜNEN JUGEND München einstehen wird. Wir wollen die Politik der GRÜNEN auf allen Ebenen selbst mitgestalten. Denn gerade wir jungen Menschen werden noch viel zu selten ernstgenommen und sind zudem in der Partei wie auch im Bundestag unterrepräsentiert! Marcel ist der richtige Kandidat damit endlich junge Menschen durch junge Menschen im Bundestag vertreten werden können.«

Der Kandidat der GRÜNEN JUGEND München, Marcel Rohrlack, fügt hinzu:

»Ich freue mich mit so stärker Unterstützung nun um das Vertrauen der Grünen Partei werben zu können. Es ist wichtig, dass wir im Wahlkampf alles geben gegen einen erstarkenden rechten Rand, dass wir den Hetzern eine Vision der Vielfalt entgegensetzen, und dass wir jungen Menschen selbst eine Stimme geben, indem wir ihre demokratische Teilhabe stärken. Ich bin voller Tatendrang für unsere grünen Überzeugungen zu kämpfen, denn wir haben viel zu tun.«

Pressemitteilung: Keine Verweise für streikende Schüler*innen

Zu möglichen disziplinarischen Konsequenzen für die Schülerinnen und Schüler, die an der Demonstration des Bündnisses „Jugend gegen Rassismus“ teilgenommen haben, äußern sich die Sprecherin und der Sprecher der Grünen Jugend München folgendermaßen.

 

Marcel Rohrlack, Sprecher der GRÜNEN JUGEND München, sagt dazu:

„Häufig wird beklagt, dass Jugendliche sich nicht genug in politische Prozesse einbrächten. Die Demonstration zeigt stattdessen, dass Münchner Schülerinnen und Schüler durchaus für eine weltoffene Gesellschaft ohne Rassismus einstehen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für die Demokratie. Wir stehen daher hinter ihnen.“

 

Co-Sprecherin Tomke Schöningh fügt hinzu:

„Gerade Schulen sollten Jugendliche auf ihrem Weg zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern begleiten, statt ihnen Steine in den Weg zu legen. Das Engagement der Jugendlichen sollte gewürdigt und nicht bestraft werden. Wir fordern die Schulleitungen auf, keinerlei Disziplinarmaßnahmen zu ergreifen und in Zukunft die Schülerinnen und Schüler beim Kampf für eine weltoffene Gesellschaft zu unterstützen.“

Pressemitteilung: Keine Sicherheitswacht in Neuhausen/Nymphenburg!

Die GRÜNE JUGEND München kritisiert die Einrichtung einer Sicherheitswacht in Neuhausen/Nymphenburg scharf.

Cemre Salam, Beisitzer im Vorstand und Beauftragter gegen Rechtextremismus im BA Trudering/Riem, kommentiert:

„Die Sicherheit im öffentlichen Raum ist die Aufgabe der Polizei und muss das auch bleiben. Dass einfache Bürger nach einem 40-stündigen Kurs nun auf Patrouille gehen können, ist in Zeiten von erstarkenden Bürgerwehren verheerend.“

Die Sprecherin des Vorstands, Tomke Schöningh, ergänzt:

„Es ist die Aufgabe des Staates Sicherheit zu gewährleisten. Es braucht keinen Sonderstatus für bestimmte Bürger als Hilfssheriffs. Daher können wir die Entscheidung des Bezirksausschusses nicht nachvollziehen.“