Damals wie heute: Die Hälfte der Macht den Frauen!

Am heutigen Internationalen Frauen*kampftag finden auf der ganzen Welt Aktionen und Veranstaltungen statt.

Dazu Saskia Weishaupt, Sprecherin GRÜNE JUGEND München:
„Natürlich können wir heute feiern! Frauen* stehen heutzutage in unserer Gesellschaft besser denn je da, aber es gibt trotzdem noch viel zu tun. Frauen* sind in Parlamenten sowie Führungspositionen immer noch unterrepräsentiert, ihre sexuelle Selbstbestimmung wird in vielen Ländern der Welt immer noch eingeschränkt und die gleiche Entlohnung für die gleiche Arbeit ist nicht selbstverständlich. Deshalb ist es auch von großer Bedeutung, auf diese Missstände ungeschönt aufmerksam zu machen.
Die vollkommene Gleichstellung der Geschlechter ist aber nicht nur Aufgabe einer Gesellschaftsgruppe. Feminismus muss als ein gesamtgesellschaftliches Thema betrachtet werden – unabhängig von Hautfarbe, Religion, Geschlecht und vielen mehr. “

Anne Steuernagel, Schatzmeisterin GRÜNE JUGEND München, ergänzt:
„Nur durch die rechtliche Gleichstellung der Geschlechter wird strukturelle Diskriminierung von Frauen* nicht beendet. Solange Frauen* nicht gleichermaßen vertreten sind als Entscheidungsträgerinnen in Beruf, Politik und Gesellschaft, sind ihre Anliegen in der Öffentlichkeit unterrepräsentiert. Am internationalen Frauen*kampftag wollen wir deshalb klarmachen, welchen Stellenwert Frauen*angelegenheiten in der Gesellschaft haben sollten.“

Emma Richert, Beisitzerin GRÜNE JUGEND München, sagt abschließend:
„Gerade in Zeiten, in denen ein offenkundiger Sexist wie Donald Trump Präsident der Vereinigten Staaten ist, ist es umso wichtiger für uns Frauen*, auf die Straße zu gehen und für unsere Rechte zu kämpfen. Beispielsweise sterben jährlich bis zu 44.000 Frauen* an den Folgen illegaler Abtreibungen, weil ihnen legale Schwangerschaftsabbrüche verwehrt werden. Dies stellt einen massiven Eingriff in die Persönlichkeitsrechte von Frauen* dar, der auch im Jahr 2017 immer noch in vielen Ländern toleriert und verteidigt wird.“

BayernLB: Beteiligung an Öl-Pipeline stoppen!

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, den hart erkämpften Baustopp der Dakota Access Pipeline zu beenden, was für die dort lebenden Menschen ebenso wie für die Umwelt einer Katastrophe gleichkommt. Das war zu befürchten, doch dass die Gelder für den Bau der Ölpipeline zum Teil aus München kommen, ist unsäglich.

Dazu Saskia Weishaupt, Sprecherin der GRÜNE JUGEND München:

„Diese Pipeline bedroht nicht nur die Lebensräume der indigenen Bevölkerung, sie manifestiert auch die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen für die kommenden Jahrzehnte. Der Klimawandel ist Realität – diese Tatsache sollte auch Präsident Trump endlich einsehen!“

Die Rolle der BayernLB kommentiert Sprecher Georg Kurz:

„Dass die Bayerische Landesbank diesen Irrsinn auch noch finanziert, ist unglaublich. Die Menschen in Bayern wissen sehr genau, wie gefährlich das Festhalten an Öl, Gas und Kohle ist. Das zeigen sowohl die gestrige Demonstration vor dem Sitz der BayernLB in München als auch die fast 300.000 Unterzeichnenden der entsprechenden Petition.“

Wir fordern die BayernLB auf, sich nicht länger an der Zerstörung unserer Zukunft zu beteiligen. Auch die bayerische Regierung darf sich hier nicht mehr aus der Verantwortung stehlen.

Unterzeichnet jetzt die Petition gegen die Beteiligung der Bayern LB an der Pipeline auf der Webseite von Campact!.

Bei Rückfragen stehen wir jederzeit zur Verfügung.

GJM: Jahresrückblick 2016

– von Georg Kurz aus der GRETA Februar/März

2016 war ein ganz schreckliches Jahr, weil… Schluss damit! Haben wir jetzt oft genug gelesen und will niemand mehr hören. Und wisst ihr was? 2016 war für die GRÜNE JUGEND München ein rundum erfolgreiches Jahr. Wir hatten Unmengen gelungener Veranstaltungen und Aktionen, waren aktiv und präsent, haben Flyer, Sticker und weiteres Merchandise entworfen, aber vor allem: Wir sind ordentlich gewachsen! So viele neue Mitglieder, so viele motivierte Aktive, die nicht nur unsere Veranstaltungen besucht haben, sondern auch selbst tatkräftig mit angepackt haben, sodass es inzwischen nur noch wenige Tage gibt, an denen kein GJM-Termin im Kalender steht.

Zwischen all den regelmäßigen Veranstaltungen – einmal im Monat Mitgliederversammlung, Stammtisch und je ein Treffen der drei heuer gegründeten Arbeitskreise Räubertöchter (Frauen*förderung), ATHENE (Planung von Bildungsveranstaltungen aller Art) und KommÖA (Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit) – und all den Demos, Seminaren, Workshops, Bündnistreffen und Jugendparteitagen gab es aber doch auch Aktionen, die uns besonders in Erinnerung geblieben sind. So zum Beispiel unsere Beteiligung an den Blockaden gegen die Braunkohleverstromung in der Lausitz im Mai, um der Energiewende ein bisschen auf die Sprünge zu helfen (siehe GRETA vom August 2016, S. 24). Ein zweifelsfrei einschneidendes Erlebnis, das alle Teilnehmenden zusätzlich motiviert hat, sich in Zukunft noch entschiedener für eine lebenswerte Zukunft zu engagieren. 2017 wollen wir dazu beitragen, dass die Proteste gegen fossile Energien noch lauter werden!
Deutlich gemütlicher war dagegen unser lang ersehntes Hüttenwochenende Anfang September im Salzburger Land. Bergtour bei Postkartenwetter, tolle Seminare und 19 motivierte GJMler*innen – die Stimmung hätte nicht besser sein können. Wir waren uns schnell einig: Das war nicht unser letzter Hüttenausflug.

Im vergangenen Jahr ist also nicht nur in der Weltpolitik, sondern auch im Kleinen hier bei uns viel passiert. Und 2017?
Wir werden unseren Weg weitergehen. Wir werden uns weiterhin gegen Ausgrenzung und Zerstörung und für den Aufbruch in eine ökologische, soziale und offene Gesellschaft engagieren. Wir werden weiterhin laut sein, weiterhin für eine bessere Welt kämpfen. Wir sind gerüstet für den Wahlkampf, wir freuen uns auf 2017.