Bericht vom Frauen*rhetoriktraining

von Anne Steuernagel

Am 22. Mai hat die GRÜNE JUGEND München ein Frauen*rhetorikseminar für Frauen, Inter- und Transgender-Personen in und außerhalb der GRÜNEN JUGEND organisiert: Zu verschiedenen Themen vom Umgang mit sexistischem und dominantem Redeverhalten bis hin zu einem selbstbewussten Auftreten und der richtigen non-verbalen Kommunikation wurden viele Punkte angesprochen. Neben der Theorie kam dabei natürlich auch die  Praxis nicht zu kurz. Dabei galt immer auch die Devise, wir wollen gehört werden und unsere Meinung vertreten, ohne das gleiche unfaire oder sexistische Redeverhalten an den Tag zu legen, mit dem sich Frauen so häufig rumschlagen müssen.

Mit 18 hochmotivierten Teilnehmerinnen, der großartigen Trainerin Lisa Bendiek und einer leckeren Verpflegung haben wir den Tag gerockt: Nach unserem Frauen*rhetoriktraining können wir uns also in Zukunft auf noch viel mehr schlagfertige und überzeugende Frauen* gefasst machen!


Bericht vom Landesjugendkongress

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Am Wochenende vom 6. bis 8. Mai 2016 waren wir auf dem Landesjugendkongress der GRÜNEN JUGEND Bayern vertreten. Unter dem Motto „Sei sozial, Staat!“ haben sich ungefähr 90 Mitglieder der GRÜNEN JUGEND in Erlangen versammelt.

Dort waren wir nicht nur zahlreich vertreten, wir haben auch spannende Anträge zur Sozialpolitik und vielen anderen Politikfeldern beschlossen. Am Samtag sind wir für unsere neue Kampagne „Sei sozial, Staat!“ in Erlangen mit einer coolen Aktion auf die Straße gegangen, um für ein bedingungsloses Grundeinkommen, eine 100% Erbschaftssteuer und für Solidarität mit Geflüchteten zu werben. Außerdem wurde, wie jedes Jahr ein neuer Vorstand der GRÜNEN JUGEND Bayern gewählt: Eva Lettenbauer und Matthias Ernst wurden als Sprecher*innen bestätigt, Leon Eckert kehrt als Schatzmeister in den Vorstand zurück und Anna-Maria Lanzinger wurde als politische Geschäftsführerin gewählt. Jule Ziegler, Theresa Eberlein, Max Hieber und Niklas Wagener komplettieren den Vorstand als Frauen*- und Genderpolitische Sprecherin, bzw. als Beisitzer*innen. Wir gratulieren und freuen uns auf ein spannendes neues Jahr der Zusammenarbeit!

Auch Münchener Junggrüne sind (weiterhin) aktiv in der GRÜNEN JUGEND Bayern: Mit gleich acht Koordinierenden, die wir in den verschiedenen Landesarbeitskreisen im nächsten Jahr stellen werden, können wir die inhaltliche Arbeit der GJ Bayern entscheidend voranbringen. Vielen Dank Emma Richert, Simeon Beinlich, Alex Gillessen, Totti Schöningh, Marcel Rohrlack, Mariella Silvana, Sophie Harper und Karolin Borcherding, dass ihr diese verantwortungsvolle Aufgabe übernehmt. Dímitra Kostimpas wurde als Delegierte zur Petra-Kelly-Stiftung gewählt; Anne Steuernagel wird Delegierte zum Bundesfinanzausschuss und Teil des Rechnungsprüfungsteam.

Am Mittwoch, 27.04.2016, versammelten sich knapp 300 Schüler und Studenten in München und schlossen sich dem bundesweiten Bildungsstreik gegen Rassismus an. Die Demroute führt am Siegestor vorbei.

Foto: Leonhard Simon

Pressemitteilung: Keine Verweise für streikende Schüler*innen

Zu möglichen disziplinarischen Konsequenzen für die Schülerinnen und Schüler, die an der Demonstration des Bündnisses „Jugend gegen Rassismus“ teilgenommen haben, äußern sich die Sprecherin und der Sprecher der Grünen Jugend München folgendermaßen.

 

Marcel Rohrlack, Sprecher der GRÜNEN JUGEND München, sagt dazu:

„Häufig wird beklagt, dass Jugendliche sich nicht genug in politische Prozesse einbrächten. Die Demonstration zeigt stattdessen, dass Münchner Schülerinnen und Schüler durchaus für eine weltoffene Gesellschaft ohne Rassismus einstehen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für die Demokratie. Wir stehen daher hinter ihnen.“

 

Co-Sprecherin Tomke Schöningh fügt hinzu:

„Gerade Schulen sollten Jugendliche auf ihrem Weg zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern begleiten, statt ihnen Steine in den Weg zu legen. Das Engagement der Jugendlichen sollte gewürdigt und nicht bestraft werden. Wir fordern die Schulleitungen auf, keinerlei Disziplinarmaßnahmen zu ergreifen und in Zukunft die Schülerinnen und Schüler beim Kampf für eine weltoffene Gesellschaft zu unterstützen.“

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Pressemitteilung: Keine Sicherheitswacht in Neuhausen/Nymphenburg!

Die GRÜNE JUGEND München kritisiert die Einrichtung einer Sicherheitswacht in Neuhausen/Nymphenburg scharf.

Cemre Salam, Beisitzer im Vorstand und Beauftragter gegen Rechtextremismus im BA Trudering/Riem, kommentiert:

„Die Sicherheit im öffentlichen Raum ist die Aufgabe der Polizei und muss das auch bleiben. Dass einfache Bürger nach einem 40-stündigen Kurs nun auf Patrouille gehen können, ist in Zeiten von erstarkenden Bürgerwehren verheerend.“

Die Sprecherin des Vorstands, Tomke Schöningh, ergänzt:

„Es ist die Aufgabe des Staates Sicherheit zu gewährleisten. Es braucht keinen Sonderstatus für bestimmte Bürger als Hilfssheriffs. Daher können wir die Entscheidung des Bezirksausschusses nicht nachvollziehen.“

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Pressemitteilung: Keinen Sonderstatus für Autokraten!


Foto: Andreas Gregor, zugeschnitten

Zur Ermächtigung, den Moderator Jan Böhmermann nach § 103 StGB zu verfolgen, äußern sich die Sprecherin und der Sprecher der Grünen Jugend München wie folgt.

Marcel Rohrlack:

„Wir sind schockiert, dass Angela Merkel einem Sonderverfahren extra für Herrn Erdogan zugestimmt hat. Jan Böhmermann wird zum Bauernopfer zur Beruhigung des Irren vom Bosporus. Das Bekenntnis zu Presse- und Kunstfreiheit verkommt zur Sonntagsrede und Erdogans Kampf gegen die Pressefreiheit wird geadelt. Vor diesem Hintergrund sehe ich keine Satire, die Herr Erdogan nicht verdient hätte. Ich rufe dazu auf, das Gebaren Erdogans mehr denn je lächerlich zu machen.“

Tomke Schöningh fügt hinzu:

„Grundsätzlich begrüßen wir, dass der aus der Zeit gefallene Paragraph zur Majestätsbeleidigung bald abgeschafft werden soll. Allerdings fehlt uns jedes Verständnis dafür, warum die Bundesregierung einer möglichen Verurteilung Böhmermanns genau wegen dieses Paragraphen nun ihr grünes Licht gegeben hat. Herr Erdogan hat das Recht wie jeder andere Bürger Herrn Böhmermann wegen Beleidigung zu verklagen. Es gibt keinen Anlass und keine Rechtfertigung, ihm einen Sonderstatus einzuräumen.“