Gewalt gegen Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter beenden – Nur Rechte schützen vor Unrecht!

Am 17. Dezember 2013 ist Internationaler Tag zur Beendigung von Gewalt gegen Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter. Dieser Tag wurde vor zehn Jahren anlässlich des Prozesses über eine Mordserie an Sexarbeiterinnen in den 1980er Jahren in Seattle eingeführt. Die GRÜNE JUGEND München ruft zur Solidarität mit Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern auf und fordert, jede Form von Gewalt und Zwang gegen diese konsequent zu bekämpfen.

Dazu erklärt Jamila Schäfer, Sprecherin der Grünen Jugend München: „Gewalt gegen Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter äußert sich beispielsweise durch körperliche oder sexualisierte Übergriffe von Kunden oder anderen im Sexgewerbe tätigen Menschen. Davon zu trennen ist erzwungene Sexarbeit, die per Definition gewaltförmig ist und konsequent bekämpft werden muss. Gewalt wird aber auch auf struktureller Ebene durch Stigmatisierung, Diskriminierung und eine restriktive Migrationspolitik ausgeübt, die Menschengruppen Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen verweigert. Wir rufen zur Solidarität mit allen Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern auf und wollen sie bei ihrem Kampf gegen Gewalt und Diskriminierung unterstützen!“

Frederik Schindler, Beisitzer der Grünen Jugend München, ergänzt: „Auch die aktuelle Gesetzgebung ermöglicht Gewalt gegen Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter. So werden diese durch Sperrbezirksverordnungen an den unsicheren Stadtrand gedrängt, in dem eine sichere Ausübung ihrer Tätigkeit nur schwieriger gewährleistet werden kann. Wir fordern für Sexarbeiter_innen bessere Arbeitsbedingungen, Teilhabe an politischen Prozessen, einen respektvolleren Umgang und ein uneingeschränktes Bleiberecht für Betroffene von Menschenhandel. Nur Rechte können vor Unrecht schützen!“

Sex Worker Rights