Die Rechte von Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern stärken – Gegen die Kriminalisierung von freiwilliger Prostitution!

Die Zeitschrift EMMA hat heute einen Appell von 90 Prominenten gegen Prostitution veröffentlicht. Darin werden Maßnahmen gefordert, „die kurzfristig zur Eindämmung und langfristig zur Abschaffung des Systems Prostitution führen“.

Dazu erklärt Jamila Schäfer, Sprecherin der Grünen Jugend München: „Der Appell ist vollkommen falsch und stigmatisiert Menschen, die in der Sexarbeit tätig sind einseitig als Opfer. Wir wollen selbstbestimmte und freiwillige Prostitution legalisieren und die Rechte von Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern stärken, statt sie in die Kriminalität zu zwingen. Gleichzeitig wollen wir jede Form von erzwungener Sexarbeit und Menschenhandel effektiv bekämpfen. Eine uneingeschränkte Aufenthaltserlaubnis für Betroffene von Menschenhandel und eine bessere internationale Kooperation für den Kampf gegen Menschenhandel sind dabei unsere Mindestforderungen.“

Frederik Schindler, Beisitzer der Grünen Jugend München, ergänzt: ‚Prostitution kann nicht abgeschafft werden. Verbote machen die Ausübung unsichtbar und damit gefährlicher. Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter gehören nicht ausgegrenzt und kriminalisiert – wir müssen sie unterstützen, für bessere Arbeitsbedingungen und für mehr Beratungsstellen kämpfen. Für eine Verbesserung der rechtlichen und gesellschaftlichen Situation von Prostituierten ist eine Anerkennung von freiwilliger und selbstbestimmter Sexarbeit nötig. Damit Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter legal und sicher arbeiten können, fordern wir die Abschaffung des Sperrbezirks in der Münchner Innenstadt!“