28 jugendliche hungerstreikende Asylsuchende in München – Endlich ein menschenwürdiges Leben gewährleisten!

28 somalische Asylbewerber, davon 25 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und drei 18-Jährige, sind in der Freimaner Bayernkaserne in einen Hungerstreik getreten. Die Hälfte der Betroffenen befand sich kurzzeitig in einem trockenen Hungerstreik.

Dazu erklärt Jamila Schäfer, Sprecherin der Grünen Jugend München: ‚Die Lebensbedingungen in der Bayernkaserne sind katastrophal. Es gibt viel zu wenige Sanitär- und Kochanlagen, wegen der Überfüllung mussten einige Geflüchtete in der Vergangenheit in einer alten Garage schlafen. Dass die minderjährigen Asylsuchenden jetzt in den Hungerstreik treten mussten, um auf ihre Verzweiflung aufmerksam zu machen, ist beschämend!‘

Frederik Schindler, Beisitzer im Vorstand und Koordinator des AK Antifa der Grünen Jugend München ergänzt: ‚Jetzt gilt es, den von der Flucht zum Teil schwer traumatisierten Jugendlichen eine menschenwürdige Unterbringung und ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Ihre Forderungen nach der Verlegung von der Massenunterkunft in die Jugendhilfe, nach Erhalt von Bargeld statt Essenspaketen und nach einem schnelleren Zugang zu Deutschkursen müssen endlich erfüllt werden. Unsere ausdrückliche Solidarität gilt den hungerstreikenden Geflüchteten – diese müssen hier geschützt und nicht schikaniert werden!‘