Hinschauen statt Wegsehen – Rechtsradikalismus in Deutschland

Bei der gestrigen Veranstaltung „Hinschauen statt Wegsehen“ diskutierten Dominik Krause, Stadtratskandidat der Grünen Jugend München, Claudia Roth, Bundestagsvizepräsidentin und Sabine Nallinger, OB-Kandidatin der Münchener Grünen im Harry Klein über Rechtsradikalismus in Deutschland.

Claudia Roth warnte vor einem Erstarken rechter Parteien und menschenverachtender Ideologien im neuen Europaparlament. Mit dem Blick auf die Wahrung der Unantastbarkeit der Menschenwürde rief Roth zu mehr Beteiligung bei den Europaparlamentswahlen auf. Neben einer grundsätzlichen Bekämpfung von Alltagsrassismus könne eine höhere Wahlbeteiligung zugunsten demokratischer Parteien die parlamentarische Macht und Verbeitung von rassistischem, antisemitischem, sexistischem und homophobem Gedankengut eindämmen.

Auch Dominik Krause und Sabine Nallinger sprachen sich für eine höhere Wahlbeteiligung aus. Bei den Münchener Kommunalwahlen treten erstmals 3 rechte Parteien an, die ihre Hetze gegen einzelne Menschengruppen auch aus dem Rathaus verbreiten wollen. Deshalb sei wählen, so betonten Nallinger und Krause, bei den diesjährigen Kommunalwahlen besonders wichtig. 

„Darüber hinaus“, so Krause, „besteht natürlich ein sehr langfristiger Aufklärungsbedarf, um die gesellschaftliche Akzeptanz menschenverachtender Inhalte unter einem bürgerlichen Deckmantel zu verringern.“

 

Nichts und Niemand ist Vergessen!

Der 9. November spielt eine zentrale Rolle in der Geschichte des Nationalsozialismus. So jährt sich in diesem Jahr zum 90. Mal der Marsch der Nationalsozialisten auf die Feldherrenhalle. Und auch die Novemberpogrome von 1938 finden ihren schaurigen Jahrestag an diesem Datum, bei der mit organisierter Gewalt gegen Jüdinnen und Juden und der Zerstörung tausender Synagogen, Geschäfte und Wohnungen der Übergang von der Diskriminierung zur systematischen Verfolgung und Ermordung gebildet wurde.

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Rainbow Flash – Liebe kennt kein Geschlecht

Der Bundesparteitag der CDU hat sich am 4. Dezember 2012 gegen die steuerliche Gleichstellung homosexueller Paare ausgesprochen. Besonders Angela Merkel und Horst Seehofer positionierten sich bereits im Vorfeld gegen eine Gleichstellung und begründeten diese mit dem Grundgesetz.  Deshalb traf sich die Grüne Jugend zusammen mit vielen anderen Aktivistinnen und Aktivisten am Donnerstag vor der Parteizentrale der CSU in München zu einem sogenannten Rainbow Flash. Rund 100 Menschen ließen unter dem Motto „Liebe kennt kein Geschlecht – Gleiche Rechte für alle“ bunte Luftballons mit Botschaften in den Himmel steigen.