24. Februar 2016

Rechenschaftsbericht 2015: Neue Herausforderungen



Über fast das ganze Jahr (außer in der Sommerpause) fanden monatliche Mitgliederversammlungen und Stammtische in vielen verschiedenen Lokalitäten statt, wo wir völlig frei und ungebunden über politische Themen diskutieren konnten oder einfach uns trafen um neue Mitglieder oder Interessierte kennenzulernen.

Leider mussten wir auch jeden Montag unsere Mitglieder dazu aufrufen gegen Pegida-München bzw. BAGIDA auf die Straße zu gehen.

Wir wollen #hierwohnen!

Mit unserer Kampagne haben wir es geschafft öffentlich wirksam uns in die Wohnungsbaudebatte in München einzubringen.

Wir haben unsere Forderung nach Nachverdichtung und eine Wohnungsbauoffensive mit einer Zuschneidung der Wohnungen auf die Bedürfnisse der 20.000 bis 30.000 „Neuankömmlinge“ verdeutlicht. Doch neue zusätzliche Wohnungen sind nur die halbe Miete: Die Kunst dabei ist, dass diese Wohnungen auch für Geringverdiener und Studenten bezahlbar bleiben.

Satzungsreform

Am Anfang des Jahres „verliehen“ wir der Grünen Jugend München ein neues Gesicht in Form von einer überarbeiteten Satzung.

Bildungsarbeit

Die zwei wichtigsten bundesweiten Veranstaltungen für uns als Grüne Jugend waren die BuKo-Fahrten nach Dresden und Bremen. Es nahmen zahlreiche GJM-Mitglieder am Bundeskongress teil, sodass wir auch im letzten Jahr sehr gut vertreten waren.

Lydia Dietrich, Stadträtin B90/Grüne, hielt für uns einen Vortrag zum Thema „Lebenssituation und Anerkennungspraxis von LGBT Flüchtlingen“.

Da unsere Sprecherin, Sophie, enge Kontakte zu Helfer*Innen in der Bayernkaserne pflegt, hatten wir die Gelegenheit dort bei der Kleiderausgabe zu unterstützen und mit Flüchtlingen in Kontakt zu treten.

Mitte des Jahres hatten wir die Ehre von Rabbiner Steven Langnas in der Münchner Synagoge eine Führung zu bekommen. Hier wurden uns die Bräuche des Judentum näher gebracht und erläutert.

Im NS-Dokuzentrum hatten wir die Gelegenheit eine Führung im Haus in Anspruch zu nehmen.

Nach den Gräueltaten des IS in Paris, luden wir Dr. David Arn von der LMU zu unserer Jahresabschlussversammlung mit Dezember-MV ein, der einen sehr interessanten und informativen Vortrag zur Entstehung und der Infrastruktur des IS hielt.

Feministische Aktionen

Zusammen mit aktiven Mitgliedern von den „Altgrünen“ haben wir am Weltfrauentag am Sendlinger Tor eine Aktion veranstaltet unter der Überschrift „Ich will keine Rose – Ich will eine Führungsposition!“. Hier haben wir andere Parteien, die auf der Straße Frauen rote Rosen verteilen, bloßgestellt.

Über das ganze Jahr waren die weiblichen Vorstandsmitglieder für das Frauenmentoringprogramm zuständig und organisierten unter anderem Frauenfrühstücke mit engagierten Frauen in der GRÜNEN JUGEND.

Aktionen

Erfreulicherweise hatten wir sehr viele Aktionen auf der Straße durchgeführt. Das Wetter unterstützte uns glücklicherweise dabei.

Wir beteiligten uns an der Demo gegen den G7-Gipfel, wo hunderttausende in ganz Deutschland auf die Straße gingen.

Leider mussten wir im letzten Jahr auch öfter auf die Straße gehen um Werte zu verteidigen, die eigentlich bisher als für selbstverständlich gehalten wurden. Wie zum Beispiel als Marcel zusammen mit seinem Freund nach dem CSD Opfer einer homophoben Gewalttat wurde. Wir wollten nicht nichts dagegen unternehmen. Innerhalb von 48 Stunden organiserten wir eine Solidaritätskundgebung am Weißenburger Platz. Von dieser Aktion wurden in mehreren Medien berichtet und es waren 300 Leute anwesend.

Zusammen mit den Grünen besetzten wir am Parking Day einen großen Teil des Parkplatzes an der Sendlinger Straße, um noch einmal zu unterstreichen dass diese Straße endlich in einer Fußgängerzone umgewandelt gehört.

Als Viktor Orban für eine immer härtere Abschottung Ungarns sorgte, setzten wir vom Kloster Banz aus ein Zeichen in Richtung Europa und an die CSU, als sie dort ihren Parteitag abhielten und Viktor Orban zum Gespräch einluden.

Auf der 18.jetzt Party im Rathaus haben wir es geschafft allen anderen Jugendorganisationen die Show zu stehlen.

Der Bundesvorstand der GJ startete eine Kampagne für die Legalisierung von Cannabis in Deutschland. Als Joint bzw. als Hanfblatt verkleidet kamen wir am Stachus mit Menschen in Kontakt und diskutierten mit ihnen dieses längst hinfällige Thema.

Außerdem

Häkeltreffen, Red-Hand-Day, EqualPayDay, Demonstration zum IDAHOT, Kleidertauschparty, Sommerfest an der Isar, Filmabende, Kondome verteilen am Welt AIDS Tag, Bildungsbeirat, Klima-Aktion, How to Vorstand und Jahreshauptversammlung.



← zurück