Keine Bühne für Geschichtsrevisionismus – Nakba-Ausstellung in der Montessori Fachoberschule München absagen!

Keine Bühne für Geschichtsrevisionismus – Nakba-Ausstellung in der Montessori Fachoberschule München absagen!

Vom 15. Dezember 2013 bis zum 15. Februar 2014 soll in der Montessori Fachoberschule München die Ausstellung „Die Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948“ des Vereins Flüchtlingskinder im Libanon zu sehen sein. Historische Fakten werden in dieser Ausstellung verdreht und verfälscht, durch Auslassungen geschieht eine sehr einseitige Darstellung des Nahostkonflikts. In Frankfurt am Main und Düsseldorf konnte die Ausstellung bereits nach Protesten jüdischer Gemeinden verhindert werden. Die GRÜNE JUGEND München fordert in einem Offenen Brief an die Schulleitung der MOS München die Absage der antizionistischen Ausstellung: „Wer Israelis ausschließlich als Täter und Palästinenserinnen und Palästinenser ausschließlich als Opfer darstellt, schürt Hass auf Israel und erzeugt den Nährboden des allgegenwärtigen Antisemitismus.“

9. Dezember 2013

An Maren Matthes
als verantwortliche Geschäftsführerin der Montessori Zentrum München gemeinnützige GmbH

An Carl Mirwald
als Schulleiter der Montessori Fachoberschule München

Sehr geehrte Frau Matthes, sehr geehrter Herr Mirwald,

mit großer Besorgnis haben wir erfahren, dass Sie in Ihrer Schule die Nakba-Ausstellung des Vereins Flüchtlingskinder im Libanon zeigen und für den Unterricht verwenden wollen. Dass nach der Staatsgründung Israels im Jahr 1948 hunderttausende Jüdinnen und Juden aus ihren arabischen Heimatländern flüchten mussten, wird in der Ausstellung genau so verschwiegen wie der Angriff der Armeen von fünf arabischen Staaten, der einen Tag nach der Staatsgründung mit dem Ziel der Zerstörung des jüdischen Staats begann. Wer Israelis ausschließlich als Täter und Palästinenserinnen und Palästinenser ausschließlich als Opfer darstellt, schürt Hass auf Israel und erzeugt den Nährboden des allgegenwärtigen Antisemitismus.

Wenn wie in dieser Ausstellung die Zusammenarbeit des Großmufti von Jerusalem Hajj Amin el-Husseini mit dem mörderischen NS-Regime verschwiegen wird und gleichzeitig Zionisten durchweg als Aggressoren dargestellt werden, wird die Geschichte verfälscht. Im Libanon haben Palästinenserinnen und Palästinenser kein Wahlrecht und dürfen zahlreiche Berufe nicht ausüben, während die arabischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger Israels dort alle demokratischen Rechte innehaben. Das zeigt: Der Ausstellung geht es um eine Dämonisierung und Delegitimierung Israels und nicht um eine objektive Darstellung des Konflikts. Die Gründung Israels war keine „Katastrophe“, sondern nach der Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden im Nationalsozialismus zwingend notwendig, um einen sicheren Schutzraum für die Opfer von Antisemitismus zu schaffen.

In der Abendzeitung rechtfertigen Sie die Ausstellung mit dem Hinweis, dass in der Vorbereitung mit jüdischen Historikern zusammengearbeitet wurde. Genau diese jüdischen Kronzeuginnen und Kronzeugen werden von Israelhassern als jüdische Stimme für den Antizionismus gefeiert. Wir fordern die Montessori Fachoberschule München auf, diese tendenziöse und antizionistische Ausstellung absagen. Bieten Sie Geschichtsrevisionismus keine Bühne!

Mit freundlichen Grüßen,

Jamila Schäfer, Sprecherin der Grünen Jugend München
Dominik Krause, Sprecher der Grünen Jugend München
Frederik Schindler, Beisitzer der Grünen Jugend München
Hannah von Czettritz, Beisitzerin der Grünen Jugend München
Simon Andris, Schatzmeister der Grünen Jugend München

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