Rechenschaftsbericht 2011 PDF 
Mittwoch, den 18. Januar 2012

1.    Vorstand 2011
2.    Mitgliederversammlungen
3.    Themenmonate
    3.1    Stadtentwicklung
    3.2    Drogenpolitik
    3.3    Integration!?
4.   weitere Inhaltliche Schwerpunkte
    4.1    NOlympia
    4.2    Anti-AKW
    4.3    Antifaschismus
    4.4    Frauen- und Genderpolitik
    4.5    Gentrifizierung/ Schwabinger Sieben
    4.6    Mitgliedereinbindung und -Weiterbildung
5.    Aktionen und Demonstrationen
6.    Finanzen
7.    Mitgliederpotential
8.    Presse und Öffentlichkeitsarbeit
9.    Vernetzung mit anderen Verbänden, Organisationen und Parteien
10.    Arbeitskreise
    10.1    AK Antifa
    10.2    AK Bildung
    10.3    AK Frieden und Globales
    10.4    AK Geschlechterpolitik
    10.5    Grüne Hochschulgruppe
    10.6    AK Medien und Netzpolitik
    10.7    AK  Ökologie, Wirtschaft & Soziales
    10.8    AK Stadtentwicklung
    10.9    Medien & Pusteblume
11.     Bildungsbeirat
12.    LJK/BUKO
13.    Satzungsänderung
14.    Ausblick

1. Vorstand 2011
Jana Kehl (Vorsitzende), Mattia de Virgilio (Vorsitzender), Malte Welling (Schatzmeister), Sarah Wetzel (Beisitzerin), Florian Raabe (Beisitzer)


Gleich auf unserer ersten Vorstandsklausur im Januar haben wir mit einer groben Jahresplanung begonnen, die dann in der Mitgliederversammlung im Februar diskutiert und abgestimmt wurde. Hierbei war es uns wichtig, dass weiterhin die Bildungsarbeit als zentrale Aufgabe der GJM mindestens genauso gut fortgeführt wird, wie die Jahre zuvor.
Auf der anderen Seite standen Überlegungen an, wie wir die GJM intern verändern möchten, d.h. zum einen ihre Strukturen an die wachsende Mitgliederzahl anzupassen und zum anderen die Bildungsarbeit durch Stärkung der Arbeitskreise auszuweiten.
Aus diesen Überlegungen entstand das Gremium "Bildungsbeirat", das verstärkte Angebot von ganztägigen Seminaren, die Einführung der Willkommens-Pakete sowie der Ausbau des Frauen-Mentoring-Programmes.
Des Weiteren führten wir eine Diskussion über mehr Transparenz und Beteiligung der Basis an, worüber dann im März auch ein Diskussionsabend stattfand.
Wichtiges Ergebnis dieser Diskussion war es, von nun an alle Protokolle von Vorstands- und Bildungsbeiratssitzungen gemeinsam mit dem Newsletter zeitgerecht zu verschicken. Außerdem diskutierten und beschlossen wir die Themenschwerpunkte des Jahres 2011 auf den Mitgliederversammlungen im Februar und September basisdemokratisch abstimmen zu lassen.

Das Modell der Themenmonate aus dem Jahr 2010 wurde erfolgreich fortgeführt, jedoch bezüglich des Aufbaus verändert. So erhöhte sich die Anzahl der Veranstaltungen und die Kooperation mit den Arbeitskreisen wurde eingeführt. Dies bedeutet, dass die Themenmonate nicht nur vom Vorstand, sondern gemeinsam mit den Arbeitskreisen, organisiert wurden.
Der erste der drei Themenmonate stand sogar im Zusammenhang mit der Gründung eines neuen Arbeitskreises.
Umgesetzt wurden dieses Jahr die Themenmonate Stadtentwicklung, Drogenpolitik und Integration!? (siehe 3.).

Das Klima im Vorstand war sehr gut und von Vertrauen geprägt, auftretende Probleme wurden stets konstruktiv und sachlich gelöst. Zudem kam es dieses Jahr zu keinen personellen Veränderungen innerhalb des  Vorstandes, was die Zusammenarbeit nachhaltig prägte.
Auch das Klima innerhalb der GJM war sehr gut. Dem Vorstand ist jedoch bewusst, dass das allgemeine Problem des Verbandes bei der Einbindung von Neumitgliedern auch in München existiert.

2. Mitgliederversammlung
Februar: Referentin war Sarah Wetzel, Medientechnikerin und Angestellte im Bereich der neuen Medien. Sie referierte über Partizipationsmöglichkeiten im Bereich der neuen Medien. So wurde unter anderem über die Konzepte Liquid Democracy sowie Delegated Voting diskutiert. Des Weiteren wurde der Arbeitskreis Stadtentwicklung gegründet, welcher die Schwerpunkte Mobilität, Gentrifizierung und Kommunalpolitik hat.
März: Prof. Dr. Mauser von der LMU referierte zum Thema "Wasser": Hierbei stand vor allem die globale Wassernutzung und die Korrelation mit der wachsenden Weltbevölkerung und dem wachsenden Pro-Kopf-Verbrauchs im Fokus.
April: Thema Kulturpolitik, Diskussion zwischen Zehra Spindler, Ben David, Florian Roth und der Pressesprecherin des Kulturreferats; des weiteren wurde der Antrag bzgl. Feilitzschstraße 7-9 beschlossen
Mai:  Johannes Keller von der TU referierte zum Thema Verkehrsplanung und Siedlungsstruktur. Hierbei wurde aufgezeigt, wie sich die Entwicklung einer Stadt begründet und welche Rolle Verkehrsplanung spielt. Im Anschluss daran zeigte er uns noch einige Beispiele für die Umsetzung ökologischer Konzepte in der Stadt- und Verkehrsplanung.
Juni: Diskussion  über den sog. Atomkonsens bzw. den Sonderparteitag der Grünen; Ablauf: kurzer Input von zwei  GJM-Mitgliedern, die auf dem Parteitag waren, anschließend Fragen und  Diskussion
Juli: Drogenkrieg in Mexiko mit Theresa Alvares. Sie zeigte uns anschaulich auf, wie intensiv der Drogenkrieg geführt wird und welche Folgen dies auf Staat und Gesellschaft hat. Des Weiteren zeigte sie Lösungsstränge auf.
September: Thema Ernährung mit Christian Hierneis vom BUND. Er zeigte uns aktuelle Tendenzen in der Lebensmittelindustrie auf und ging auf Besonderheiten und Schwierigkeiten in der derzeitigen Ernährungsweise ein.
Oktober: Thema Integration in München und Deutschland mit Nükhet Kivran vom Ausländerbeirat und Gülseren Demirel aus der Stadtratsfraktion.
November: Thema Wirtschafts-/Finanzkrise mit Alexander Melcok  vom GegenStandpunkt-Verlag. Im Anschluss wurden noch zwei Satzungsänderungen sowie ein Initiativantrag behandelt.
Dezember: Thema  "Wald", anlässlich des internationalen Jahres des Waldes mit Volker Oppermann von Greenpeace München. Im Anschluss fand die Weihnachtsfeier der GJM mit Schrottwichteln, Musik, Getränken und Plätzchen statt.


3.Themenmonate
In 2011 haben wir die Themenmonate weitergeführt.  Im Rahmen dieser Monate haben wir uns intensiv mit den verschiedenen Facetten eines Themas auseinandergesetzt. Ziel war es, in die Themenmonate die Arbeitskreise einzubinden, bei denen eine inhaltliche Schnittmenge ersichtlich ist. So konnten sie durch Aktionen, Diskussionen und sonstige Veranstaltungen zu den Themen mit einbezogen werden.
Gerade im Zusammenhang mit den Themenmonaten hat sich die Einführung eines Bildungsbeirates bewährt.
2011 wurden als Themen Stadtentwicklung, Drogenpolitik und Integration?! gewählt.

4. Inhaltliche Schwerpunkte
Neben unseren Themenmonaten (s.o.) haben uns noch zahlreiche andere politische Themen im Jahr 2011 umgetrieben:

4.1. NOlympia
Auch 2011 wurde die GJM weiterhin im NOlympia-Bündnis vertreten. Zu diesem Thema gelang es zudem, viel Öffentlichkeitsarbeit zu machen. Gemeinsam mit allen im Bündnis vertretenen Gruppen beteiligten wir uns an einer Aktion vor dem Münchner Rathaus am 1. März. Mit der Präsenz auf dem Marienplatz am "Tag der Entscheidung", dem 6. Juli endete vorerst unsere Beschäftigung mit diesem Thema, da die Winterspiele 2018 in Pyeongchang stattfinden werden.

4.2. Anti-AKW

Durch die Reaktorkatastrophe in Fukushima bekam das Thema Atomkraft auch in Deutschland erneut eine große Aufmerksamkeit, die in einem sog. Atomkonsens mündete, also in einem Ausstieg Deutschland aus der Atomkraft bis 2022. Sowohl bei der große Anti -Atomkette als auch bei den Mahnwachen und Demonstrationen war die GJM sehr präsent und mobilisierte zahlreich.
Auch die Mitgliederversammlung im Juni widmeten wir im Anschluss an den Sonderparteitag der Grünen der Diskussion zum Thema Ausstieg.

4.3 Antifaschismus

Mit unglaublichen 23 Teilnehmer*innen sind wir im vergangenen Jahr zu den Protesten gegen den Naziaufmarsch nach Dresden gefahren. Kurz darauf hat sich der Arbeitskreis zu diesem Thema gegründet.
Weitere Aktivitäten auf der Straße folgten beispielsweise am 25.04. (Proteste gegen Nazi-Mahnwache am Marienplatz) und am 8. Mai, dem Tag der Befreiung.

4.4 Frauen- und Genderpolitik

Wie bereits im Jahr 2010 veranstaltete die GJM eine Aktion anlässlich zum Weltfrauentag, dem 8. März. Eine besondere Gewichtung bekam dieser Tag aufgrund seines 100-jährigen Jubiläums. Unter dem Motto "100 Jahre Weltfrauentag und noch immer nicht am Ziel" organisierten wir in Zusammenarbeit mit den Münchner Grünen eine Aktion am Sendlinger Tor, bei der Passant*innen über Hürden, die verschiedene Erfolge der Frauenbewegung darstellten, springen konnten bzw. vor noch zu überwindenden Hürden stehen bleiben mussten.

Auch das Frauen-Mentoring-Programm wurde weitergeführt und im Herbst in eine neue Runde gebracht, an der sich nun fünf Teams beteiligen.
Ladies-Lunch
2 Mal Frauen Bilden Banden
Brunchen

Thema Häusliche Gewalt plus Aktion, Teilnahme an der Münchner Woche gegen Gewalt gegen Frauen

4.5 Gentrifizierung/ Schwabinger Sieben

Im Zuge einer Luxusneubebauung in Altschwabing löste die GJM eine Gentrifizierungsdebatte in München aus. Auf der April MV hat die Grüne Jugend sich für einen "Bebauungsplan" an der Feiltzschstraße 7-9 ausgesprochen um einen Luxusneubau zu verhindern, welcher unter anderem die  "Kultkneipe" Schwabinger 7, das Monopolkino ersatzlos vertrieben hat. Dieser scheinbar "unauffällige" Antrag, welcher dann auch auf der Stadtversammlung der Grünen angenommen worden ist, hat eine bis in die Bundesmedien (wie z.B. SZ, ZEIT, DER SPIEGEL, FTD) reichende Getrifizierungsdebatte in München ausgelöst. So wurde in Folge dessen auch eine Bürgerinitieative von Florian Raabe und anderer MitstreiterInnen gegründet, welche zu einer deutlich massiveren Presseresonanz geführt hat und welche in mehreren Demos und Protestkonzerten durch bekannte Künstler wie Konstantin Wecker, Michael Mittermeier, Erwin Pelzig u.a unterstütz wurde.
Die Gründung der BI hatte auch den Vorteil, dass das Thema Gentrifizierung die GJM nicht komplett überlagerte. Wir haben hier stark gemerkt, dass das Thema den Menschen in München unter den Nägeln brennt. Der Wohnungsmarkt wird immer teurer. Gleichzeitig werden immer mehr soziokulturelle Orte wie Theater, Kneipen und öffentliche Plätze privatisiert bzw. komplett verdrängt. Die GJM konnte hier nach anfänglichen Startschwierigkeiten ganz gut mit dem Stadtrat (insb. Sabine Nallinger) zusammenarbeiten.


4.6 Mitgliedereinbindung und -Weiterbildung
Im Juni 2011 konnten sich die Mitglieder der GJM in Argumentations- und Debattiertechniken bei einem Rhetorikseminaren weiterbilden.
Außerdem veranstaltete der Arbeitskreis Antifaschismus einen Tag zum Thema "Was tun wenns brennt", bei dem die Mitglieder über Vorbereitung und Verhalten auf Demos informiert wurden.
Am 4. und 5. Februar 2012 veranstalten wir zum vierten Mal das GJ Basics-Seminar  speziell für Neumitglieder und Interessierte, auf dem über Struktur und Inhalte der GJ informiert und diskutiert wird. Als neuen Bestandteil der Mitgliederbewerbung bzw. der Einbindung neuer Mitglieder haben wir die Willkommens-Pakete eingeführt. Das sind famose Pakete, die allgemeine Infos über die GJ sowie aktuelle Veranstaltungen, ein Selbstverständnis, einen GJM-Kugelschreiber, einen Mitgliedsantrag sowie einen Flyer über das Mentoringprogramm beinhalten. Diese werden vor der Mitgliedeversammlung an Interessierte verteilt.

5. Aktionen und Demonstrationen
Bei folgenden Aktionen und Demonstrationen waren wir beteiligt:
SiKo Demo
Antinazi in Dresden
NOlympia 1. März
Weltfrauentag 8. März
Fahrt zum Politischen Aschermittwoch 9. März
Anti-Atom
"Rettet die Münchner Freiheit - für ein kulturelles Schwabing"
Demokratie vs. Klimaschutz
Bildungsdemo 2. April
25. 4. Proteste gegen Nazi-Mahnwache
1. Mai Tag der Arbeit - Kundgebung und Stände am Marienplatz/Viktualienmarkt
8. Mai Tag der Befreiung - Demo
17. Mai Same Sex Hand Holding
Demo gegen Studiengebühren, Mai 2011
Solidarisches Chillen mit solid münchen
16. Juli: Demo gegen Burschenschafts-Festkommers
GJM-Grillen
Fahrt zur Hanfparade
SlutWalk im August
Sommercamp
Aktion zum Staatstrojaner (das offene Wohnzimmer)
Aktion für besseren Tierschutz und ökologische, ethische Ernährung
Anti-Rep-Demo 15.10.
Bildungsstreik 17.11.
Infostände gegen die 3. Startbahn: Tollwood & Sendlinger Tor
2 mal Streetlife (Frühling und Spätsommer)

6. Finanzen
Unser Schatzmeister Malte Welling verwaltet die Finanzen umsichtig und verantwortungsbewusst. Näheres kann dem Rechenschaftsbericht des Schatzmeisters entnommen werden.

7. Mitgliederpotential

2011 fand ein enormer Mitgliederzuwachs statt. Viele  Interessierte kamen zu Mitgliederversammlungen und dem Stammtisch.  Insgesamt konnte die GJM 65 neue Mitglieder begrüßen - so viele wie in  keinem Jahr zuvor. Davon waren 29 weiblich was einem Anteil von 43,9%. Insgesamt beträgt die Frauenquote innerhalb der GJM 40,4%, was einer  Verbesserung von 2,4% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dennoch steht  uns bei der Frauenförderung noch Arbeit bevor.
Der Anteil der neuen Doppelmitgliedern (Bündnis90/Die Grünen und Grüne Jugend) beträgt 42,4% und insgesamt 51,3%.


8. Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Die Presse und Öffentlichkeitsarbeit der Grünen Jugend München war auch 2011   erfolgreich. Die Stimme der GJM war mehrfach in der lokalen Presse vertreten. Vor allem durch Aktionen konnte mediale Aufmerksamkeit erzielt werden.
Beispielsweise beherrschte das Gentrifizierungsproblematik (s.o.) um die Schwabinger 7 teils wochenlang die Lokalzeitungen in München.
Zu Beginn des Jahres begleitete ein Team von On3/Südwild Jana bei Aktionen rund um das Thema NOlympia. Außerdem nahm sie an einer Diskussion mit einem Mitglied des Bewerbungskomitees in Berchtesgarden teil und besuchte zwei mal für Radiointerview das Studio.
Ebenfalls Anfang 2011 gab Jana zeit.jung ein Interview über ihre Tätigkeiten im Vorstand mit gerade einmal 16 Jahren.
Im Herbst war münchen.tv zu Besuch, die sich mit Jana über grüne Drogenpolitik im Vergleich zur momentan praktizierten unterhielten.
Im Dezember beteiligte sie sich zudem an einer Umfrage der Süddeutschen bzw. von jetzt.de, worauf sich "prominente Münchner*innen" im Jahr 2012 freuen.

Insgesamt hat die GJM 2011 12 Pressemitteilung herausgegeben. Thematisch beschäftigen sich diese unter anderen mit NOlympia, der Neubebauung an der Feilitzschstraße und der Atomkraft.
 
9. Vernetzung mit anderen Verbänden, Organisationen und Parteien
2011 hat sich die Grüne Jugend München weiter vernetzt und alte Verbindungen gepflegt. Neben Verbindungen zu Bundestags-, Landtags- und Stadtratsabgeordneten, zur Landesgeschäftsstelle und den Bayerischen Grünen hat die GJM ihren Kontakt zum Stadtbüro, zahlreichen Münchner Ortsverbände und vor allem zum Stadtvorstand der Münchner Grünen ausgebaut.

Um engeren Kontakt mit der Mutterpartei herzustellen, bzw. den Mitgliedern die innere Struktur der Münchner Grünen vorzustellen, hatten wir uns zwei Neuerungen überlegt:
Im ersten Halbjahr haben wir die Mitgliederversammlung dazu genutzt, um eine bessere Verbindung der Ortsverbände und unseren Mitgliedern zu erreichen. Dazu stellte sich in jeder MV ein Ortsverband vor und erklärte innerhalb 10 Minuten seine Struktur und besondere Inhalte.

Ebenfalls in den Mitgliederversammlungen nutzten wir die Möglichkeit, die Kandidierenden des Stadtvorstands vorzustellen. Die Bewerber_innen konnten sich hier kurz vorstellen und für ihre Ziele einstehen.

Zudem gab es natürlich noch zahlreiche gemeinsame Treffen, unter anderem zu Vorstandssitzungen und gemeinsame Aktionen, zum Beispiel die Aktion zum Bayerntrojaner.

Nebenbei bemühten wir uns darum, das Angebot des gemeinsamen Besuchs der Münchner Stadtversammlungen aufrechtzuerhalten, was auch teilweise sehr positiv angenommen wurde.

Auch außerhalb der Partei kooperierten wir mit zahlreichen Organisationen und Initiativen, z.B. im NOlympia-Bündnis, im Bündnis gegen die 3. Startbahn, im Zuge der Vorbereitungen des Bildungsstreiks und zu Beginn auch mit den beteiligten Organisationen zur Vorbereitung auf die Proteste gegen die Sicherheitskonferenz 2012.
Zum Thema Mobilität, insbesondere zum Thema "Fahrrad" arbeiteten wir mit Green City München zusammen.

Zum ersten Mal gab es auch eine intensive Zusammenarbeit mit der linksjugend.solid zum Thema Drogenpolitik.
Eine gemeinsame Vorstandssitzung mit den Jusos München fand ebenfalls statt, die leider  zu keiner direkten Zusammenarbeit führte.
Dennoch haben wir zum Thema Rechte Szene, genauer gesagt in Vorbereitung auf eine Demo gegen den Festkommers der Deutschen Burschenschaften im Juli, mit einem Vorstandsmitglied der Jusos eng zusammengearbeitet.

Im März veranstalteten wir zusammen mit dem studentischen Verein DNWE (Deutsches Netzwerk Wirtschaftsethik) eine Podiumsdiskussion mit dem Titel "Demokratie versus Klimaschutz". Vier namhafte Expert*innen erörterten diesen wichtigen Aspekt, der die Frage nach dem künftigen menschlichen Dasein betrifft. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg.

Auch innerhalb die Grüne Jugend hat sich die GJM vernetzt. Vor allem der hohe Anteil an Münchner*innen auf dem zweiten LJK 2011 war bezeichnend.
Beim alljährlichen Jungparteien-Cup im Oktober gewann die GJM den zweiten Platz.

10. Arbeitskreise
Die Grüne Jugend München hat zur Zeit neun Arbeitskreise.

10.1. AK Antifa
Auf dem ersten Treffen des neugegründeten AKs, der von Jana und Lorenz koordiniert wird, beschäftigten wir uns mit der rechten Szene in München und Umgebung.
Für Juni haben wir außerdem ein Seminar zum Thema "Rechtspopulismus in Europa" organisiert. Des Weiteren widmeten wir uns intensiv dem Thema "Extremismusklausel", wozu wir einen Diskussionsabend veranstalteten. Mit Erfolg stellten wir hierzu zunächst einen Antrag auf der MV und dann auf der Stadtversammlung der Münchner Grünen.
Außerdem besuchten wir gemeinsam den Infoabend "Mädelssache - Frauen in der Neonaziszene". Für den Herbst haben wir zum Einen den Workshop "Was tun wenns brennt" sowie einen Diskussionsabend mit Sepp Dürr über den Heimatbegriff organisiert. Nebenbei beteiligten wir uns an diversen Protesten gegen Nazi-, Republikaner- und Burschenschaftsaktivitäten in München.


10.2. AK Bildung
Zu Beginn des Jahres traten die Koordinierenden Sandra Weiß und Maximilian Katte zurück. Im November des Jahres wurden Sebastian Weiland und Laura Worsch als neue Koordinierende des Arbeitskreises gewählt. In diesem Jahr fanden aus diesem Grund nur zwei Treffen des Arbeitskreises statt. Zum einen wurde zu Beginn des Jahres eine spannende Diskussion über die Frage "Was sollten Schulabgänger_innen idealerweise können?" geführt. Hierbei ging es insbesondere um die Abschaffung von Noten und die freiere Gestaltung des Lernens. Im November traf sich der neue AK Bildung, und diskutierte über die Forderungen des Bildungsstreiks.

10.3 AK Frieden und Globales
Der Arbeitskreis Frieden und Globales traf sich regelmäßig und veranstalte unter anderem Abende zu Flüchtlingspolitik und Fairtrade. Da Mattia im Vorstand war und Alexandra nach Berlin gezogen ist, wurden Dominik Kroiß und Charlotte Roderer als Koordinierende gewählt.

10.4 AK Geschlechterpolitik
Zu Beginn des Jahres hat sich der ehemalige Arbeitskreis GJMädchen in AK Geschlechterpolitik umbenannt.Zu Anna Perin, welche bereits seit einem Jahr Koordinatorin des AK Geschlechterpolitik ist, wurde im Oktober Dominik Fuchs als Koordinator gewählt, da  Anh Quan Nguyen ausschied. Der AK Geschlechterpolitik war dieses Jahr sehr aktiv. So fand bereits zu Beginn des Jahres fand ein Treffen zum Thema "Geschlechterbilder in Hollywood" statt, welche regen Andrang fand. Weiterhin fand ein Filmabend zum Film "We want Sex" sowie ein Treffen zum Thema "Geschlechtergerechte Sprache". Zum Themenmonat Integration fand zudem eine spannende Veranstaltung zum Thema Gender & Migration statt.


10.5 Grüne Hochschulgruppe
In der ersten Jahreshälfte beschränkte sich die GHG wegen Mangels an aktiven Mitgliedern auf Arbeit am Themenfeld ökologische Uni. So wurde sich für Recyclingpapier, weniger Fleisch und mehr Bio in der Mensa eingesetzt, so wie ein Nachhaltigkeits-Ratgeber für Studierende geschrieben. Im Juni wurden Myriam Kammerlander und Malte Welling als neue Koordinator_innen gewählt. Zum Start des Wintersemesters im Oktober konnte die GHG viele neue Interessierte gewinnen, und immer noch tauchen bei fast jedem Treffen neue Gesichter auf. Die 15-20 Aktiven engagieren sich in 4 Unter-Arbeitsgruppen: AG Faire Uni setztt sich für Gleichstellung, Queer, Barrierefreiheit und der Beseitigung von Diskriminierung an Hochschulen ein, AG Ökologie für eine nachhaltigere Uni, AG Hochschulpolitik beschäftigt sich unter anderem mit Demokratie an der Uni, der Bologna-Reform, Hochschulfinanzierung und Zulassungsbeschränkungen und die AG Medien erstellt zum Beispiel Plakate, Aufkleber und die GHG-Homepage, die zur Zeit modernisiert wird. Im November wurde nach Maltes Rücktritt Verena Wetzel als Koordinatorin gewählt. Kooperationen mit dem Umwelt-, Gleichstellungs- und Antifa-Referat der Studierendenvertretung der LMU sowie mit anderen politischen Hochschulgruppen werden erfolgreich durchgeführt bzw. sind geplant.


10.6 AK Medien & Netzpolitik
Der Arbeitskreis Medien & Netzpolitik hat sich  neu gegründet. Die gewählten KoordinatorInnen sind Sarah Wetzel und Tobias Traut.
2011 fanden im AK Medien und Netzpolitik  2 Treffen statt. Ein Gründungstreffen, in welchen zum einen die Koordinierenden gewählt wurden und zum anderen eine spannende Diskussion über Privatsphäre statt fand. Das zweite Treffen war ein Filmabend. Gezeigt wurde der Film "Die verlorene Ehre der Katharina Blum". Im Anschluss daran fand eine intensive Debatte um die Relevanz der Presse sowie der Schutz der Menschen. Weiterhin war der AK Medien & Netzpolitik zusammen mit dem KV München aktiv, und machte gemeinsam eine Aktion zum Bayerntrojaner.

10.7. AK Ökologie, Wirtschaft & Soziales
Der AK Ökologie, Wirtschaft & Soziales gründete sich im im Frühjahr. Als Koordinierende wurden Regina Prade und Teo Loges gewählt. Nachdem Teo weggezogen ist, koordiniert seit September Björn Stolte. Der AK beschäftigte sich passend zum Themenmonat mit Drogenpolitik, im Herbst dann mit Flüchtlingspolitik.So wurde der Tag der Offenen Tür des Bundesministeriums für Migration und Flüchtlinge besucht und die Karawane sowie der Bayerische Flüchtlingsrat zu einem Treffen eingeladen.

10.8 AK Stadtentwicklung
Der AK Stadtentwicklung gründete sich im März 2011. Koordinierende sind Lisa Geiger und René Bernard.Der AK setzt sich inhaltlich vor allem mit Kommunaler Politik auseinander. Schwerpunkte dieses Jahr waren vor allem der Themenmonat "Stadt", in welchem sich der AK Stadt aktiv einbrachte.So organisierten sie einen Stadtspaziergang zum Thema Gentrifizierung, die Mitgliederversammlung zum Thema "zukünftige Städtische Vekehrsplanung" und eine Diskussionsveranstaltung zur 2. Strammstrecke.

10.9 Medien & Pusteblume
Im Zuge der Gründung des AK Medien & Netzpolitik wurde beschlossen, dass sich der ehemalige AK Medien in eine eigenständige und unabhängige Arbeitsgruppe umwandelt. Durch diese Tatsache ist eine Wahl der Koordinierenden auch nicht notwendig. Die Aufgaben der Arbeitsgruppe ist sowohl die Bearbeitung und Koordinierung der Website als auch die Herausgabe der Pusteblume. Neben den Ausgaben zu den Themenmonaten gab es eine vierte zu Weihnachten. Neben dem Infobrief und dem Internetauftritt ist der AK Medien auch für die Erstelllung verschiedener anderer Drucksachen und Materialien zuständig. So haben wir z.B.die Inhalte des Willkommenspaket oder auch Flyer zum Mentoringprogram gestaltet. In diesem Jahr wurde auch der GJM-Auftritt bei Facebook intensiviert und umgestaltet. So gibt es jetzt nicht mehr eine "Gruppe" sondern eine schickere "Seite" welche auch regelmäßig geupdatet wird. Außerdem gibt es seit diesem Jahr einen Debatten-Verteiler. Dieser wurde vor allem eingerichtet um den Alle-Verteiler zu entlasten, es gab beschwerden, dass fünf eMails am Tag zu viel seien.

11. Bildungsbeirat
Durch eine Satzungsänderung im April 2011 wurde der Bildungsbeirat eingeführt. Dies ermöglicht eine engere Vernetzung und Planung von Vorstand und den Koordinierenden der Arbeitskreise. Der Bildungsbeirat dient als erweiterer Vorstand und trifft sich monatlich zu einer Sitzung. Hierbei werden Planungen und Rückblickendes sowie aktuelle Probleme besprochen. Anwesend sind der Vorstand und mindestens ein/e Koordinator_in jedes Arbeitskreises.

12. LJK/BUKO
Auch auf GJ-Bundes- und Landesebene war die GJM mit dabei. So waren wir sowohl auf dem LJK in Würzburg (08.-10.04.), als auch auf dem LJK in Landshut (18.-12.11.). Auch auf den beiden BUKOS in
Würzburg (13.-15-5.) und Gelsenkirchen (07.-09.10) war die GJM vor Ort mit dabei.

13. Satzungsänderungen
Am 22. November beschloss die MV einen vom Vorstand eingebrachten Satzungsänderungsantrag. Dieser besagt, dass der Vorstand auf Grund der 50+ Quote nunmehr auf 6 Personen erweitert wird, von denen mindestens 3 eine Frau sein müssen. Des Weiteren beschloss die Versammlung die Umbenennung des der/des Vorsitzenden in Sprecher sowie Sprecherin. Näheres dazu in der Satzung.

14. Ausblick

2012 ist es nun an der Zeit den erfolgreichen Lauf der GJM weiterzuführen. Ebenfalls wie 2011 wird es eine besondere Herausforderung sein, neue Mitglieder aktiv aufzunehmen und einzubinden.  
Wir wachsen im Moment ständig – das ist wunderbar, aber stellt die Arbeit der GJM vor neue Herausforderungen. Nicht nur räumlich, sondern auch personell und inhaltlich. Es ist wichtig, dass weiterhin darauf geachtet wird, dass alle die Möglichkeit haben sich einzubringen und eigene Projekte auf die Beine zu stellen. Der neue Vorstand soll sich überlegen, wie die Themenmonate in Zukunft ausgestaltet werden und ob weiterhin so viele Seminare angeboten werden. Außerdem sollte er sich überlegen, ob der angestoßene Feedback-Prozess hilfreich ist und ausgebaut werden könnte. Da in naher Zukunft Wahlen sowohl auf Kommunaler, Landes sowie Bundebene stattfinde, kann die GJM sich bereits 2012 aktiv mit dem Thema Wahlen sowie Wahlkampf auseinandersetzen. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden, Organisationen und Netzwerken in und um München intensiv vorangetrieben sowie gemeinsame Veranstaltungen geplant werden. Ein weiteres Ziel sollte sein die Frauenförderung konsequent voranzutreiben, u.a. mit dem Frauenmentoringprogramm und auch anderen Frauenförderungsmaßnahmen, sowie die gute Presse- und Öffentlichkeitsarbeit fortzusetzen.

Desweiteren wird dem neuen Vorstand unser Slogan für 2012 mit ganzem Herzen weitergegeben: "Weltrevolution statt Weltuntergang!"



Jana, Mattia, Sarah, Flo und Malte

 
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