|
Dienstag, den 18. Mai 2010 |
|
Am Montag, den 10.05. traf sich der AK-Bildung, um den Film „Treibhäuser der Zukunft – Wie in Deutschland Schulen gelingen “ anzusehen.
Die Dokumentation von Reinhard Kahl bot uns spannende Informationen und Eindrücke, wie bereits kleine Veränderungen das Schulklima wandeln können. Der Rektor einer Hauptschule hat zum Beispiel kurzerhand das Pausenläuten abgestellt und die 45-minütige Schulstunde abgeschafft. Es geht nicht darum, den Stoff in einer bestimmten Zeit durchzupauken, sondern darum, die Inhalte wirklich zu verstehen. Dazu braucht jede Schülerin und jeder Schüler unterschiedlich lang. Der Rektor weiter: „Schule muss hungrig machen, nicht satt“.
Anschaulich wurde dargestellt, wie erfolgreich ein partizipatorischer, klassenübergreifender Ganztagsunterricht mit ausreichenden Pausen und einem an den Biorhythmus der Kinder angepassten Lernplan ist. In der Jena-Planschule zum Beispiel lernen die Kinder der Klassenstufen 1-3, 4-6 und 7-9 jeweils gemeinsam. Stärkere erklären den Schwächeren die jeweiligen Inhalte auf ihre besondere Art und Weise. Das dies funktioniert geben auch die LehrerInnen zu. Die Kinder sind motiviert und haben Spaß an Projektwochen, wo sie selbst ChefIn in ihrer eigenen Sache sein können.
Die Doku macht deutlich, wie dringend Deutschland flächendeckende Ganztags- und Gesamtschulen braucht, um mit motivierten LehrerInnen eine neue Art von Lernen zu ermöglichen. Die skandinavischen Länder machen es vor: Lernen findet statt, wenn die Schule einen Lebensraum für SchülerInnen bietet.
Das nächste Treffen des AK Bildung findet am Dienstag, den 15.06. um 18.30 Uhr zum Thema „Demokratische Bildung“ statt. Jede und jeder Interessierte ist herzlich eingeladen!
Sandra
|