| Gleichberechtigung |
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“Mann und Frau sind vor dem Gesetz gleich” - was auch sonst? Muss das wirklich im Gesetz festgeschrieben werden? Männer und Frauen sind gleichermaßen BürgerInnen dieses Landes, und mit der Bürgerschaft verbinden sich Rechte und Pflichten. Zwar ist die Gleichstellung im Gesetz festgeschrieben, doch die Wirklichkeit sieht anders aus:
Frauen verdienen immer noch 23% weniger Lohn als Männer für die gleiche Arbeitsleistung. Frauen, besonders Alleinerziehende, unterliegen stärker einem Armutsrisiko. Schlecht bezahlte Teilzeitstellen werden eher an Frauen vergeben, und Frauen übernehmen einen großen Teil der für die Gesellschaft wertvollen Aufgaben in den Bereichen Kindererziehung, Pflege, im Ehrenamt und im Haushalt. In den 500 größten deutschen Unternehmen arbeiten 2000 Vorstände. Davon sind gerade mal 49 weiblich! Die gläserne Decke ist immer noch vorhanden. Zeit dies zu ändern! Denn wir wollen keine Rose, sondern eine Führungsposition!
Deswegen brauchen wir gesetzliche Regelungen, wie z.B. die Quote für Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten aber auch ein gesellschaftlicher Wandel muss her.
Denn es wird sich nicht durch Gesetze ändern, dass Frauen oft diejenigen sind, die bei gleicher beruflicher Belastung mehr Arbeit im Haushalt verrichten.
Es geht darum, das Bewusstsein dafür zu verändern, was Frauen und was Männer können, wert sind und verdienen.
Wir von der Grünen Jugend glauben nicht, dass ein Geschlecht das andere bedienen sollte, dass es biologisch feststeht, dass Männer nicht putzen und Frauen nicht Chefin sein können.
Wir glauben, dass in all ihrer Verschiedenheit die verschiedenen Geschlechter (die nicht nur auf zwei beschränkt sein müssen) in allen Arbeitsbereichen wertvolle Beiträge leisten können, und dass die Gesellschaft am meisten davon profitiert, wenn verschiedene Erfahrungen, Hintergründe und Begabungen in allen Bereichen eingesetzt werden: Chefinnen und Kindergärtner, mit und ohne Migrationshintergrund, weil Unterschiedlichkeit immer eine Bereicherung ist und Verschiedenheit zu Dialog und Kreativität führt!
Anke Dörsam, Katharina Schulze
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