PM: Keine Bühne für Rechte

Zum Auftritt der Rechtsband Frei.Wild am gestrigen Abend in der Olympiahalle kommentiert der Vorsitzende der Münchner Grünen Beppo Brem: »Frei.Wild spielt bewusst mit Codes der rechten Szene, ohne sich offen rechtsradikal zu geben und trägt ihr rechtes Gedankengut vermeintlich unpolitisch in eine breite Öffentlichkeit. Sie sagen es nicht direkt, ihr Klientel weiß aber genau, was gemeint ist.«

Marcel Rohrlack, Sprecher der Grünen Jugend München ergänzt: »Städtische Veranstaltungsräume dürfen nicht Plattform für völkisches Gedankengut und gefährlichen Nationalismus sein. Wir fordern den Stadtrat auf alle Möglichkeiten auszuschöpfen, damit in München die Saat der Intoleranz nicht auf fruchtbaren Boden fällt.«

Stadträtin Lydia Dietrich appelliert: »In München gehen tausende Bürgerinnen und Bürger gegen die Neonazi-Aufmärsche und Pegida auf die Straße und dann tritt eine Band auf, die sich zumindest nicht eindeutig vom rechtsradikalen Gedankengut distanziert. Ich erwarte von der Olympiapark GmbH, dass sie in Zukunft solchen Bands wie Frei.Wild keine Bühne bietet.«

Pressemitteilung: GRÜNE JUGEND München stellt sich neu auf

Bei ihrer Jahreshauptversammlung am 22.01.2015 hat die GRÜNE JUGEND München sich mit einem neuen Vorstand für das kommende Jahr neu aufgestellt.
Sophie Harper und Marcel Rohrlack wurden als Sprecherin und Sprecher gewählt. Joel Keilhauer übernimmt den Posten des Schatzmeisters. Kim Zeuner und Cemre Saglam wurden als Beisitzerin und Beisitzer neu gewählt, Mariella Kessler in ihrem Amt als Beisitzerin bestätigt.
„Wir freuen uns auf die Arbeit und wollen uns weiter aktiv in die Stadtpolitik einbringen“, kommentieren die sechs ihre Wahl.

Wir sind Charlie

Die GRÜNE JUGEND München zeigt sich bestürzt und traurig ob der schrecklichen Morde der letzten drei Tage in Paris. Der Vorstand erklärt daher gemeinsam:
»Diese Verbrechen stellen einen Angriff auf die Freiheit in Frankreich, Europa und allen demokratischen Staaten dar.
Wir bitten Politik, Zivilgesellschaft und Religionen daher, diesem Hass nicht nachzugeben. Das Mitgefühl und der Zusammenhalt, das Aufstehen für die Freiheit des Wortes, müssen jetzt stärker sein als der Hass. Denn wenn wir die Freiheit dem Hass oder der Angst opfern, waren die Terroristen erfolgreich.
Die Freiheit von Wort und Schrift gehört zu den größten Errungenschaften der Aufklärung. Und die Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik. Dabei dürfen wir uns aber nicht mit dem antimuslimischen Mob, der vermeintlich das europäische Volk repräsentiert, gemein machen, sondern müssen ein starkes Zeichen für die in Europa gelebte und geliebte Vielfalt setzen! Wer Mitmenschen wegen ihrer Religion mit fundamentalistischen Mördern gleichsetzt, betreibt keine Politik sondern Menschenhatz und sät Hass in einer Gesellschaft. Wir rufen das demokratischen München daher dazu auf, am nächsten Montag ein Zeichen gegen die sogenannte ›Bagida‹ zu setzten.«