Wir schenken euch nicht unsere Angst!

Am Freitag veranstaltete die GRÜNE JUGEND München abends einen Hate Slam im bestens gefüllten Harry Klein. Claudia Roth, Katharina Schulze, Georg Kurz und Jamila Schäfer lasen dem Publikum eine Auswahl ihrer absurdesten, schlimmsten und lustigsten Hassnachrichten vor und kommentierten diese.

Georg Kurz, Sprecher der GRÜNEN JUGEND München erklärt hierzu: „Wir haben diese Nachrichten mit dem Publikum geteilt, um darauf aufmerksam zu machen, wie rau der Ton gegen viele Politiker*innen in der letzten Zeit geworden ist. Gerade aus dem rechten Spektrum erreichen uns regelmäßig Gewaltandrohungen, Morddrohungen, sexistische Beleidigungen bis hin zu Vergewaltigungsandrohungen. Wir wollten das Publikum damit nicht frustrieren, sondern zeigen, wie wichtig und aktuell der Kampf gegen Menschenverachtung und Gewalt ist.“

Jamal Schäfer, Bundessprecherin der GRÜNEN JUGEND, ergänzt: „Wir stehen kurz vor einer Bundestagswahl, die auch eine Weichenstellung dafür ist, ob dieses Land in den nächsten Jahren nach rechts abbiegt oder nicht. Mit dieser Veranstaltung wollten wir auch deutlich machen, dass wir uns von dem Hass der Neuen Rechten nicht einschüchtern lassen. Wir kämpfen entschlossen weiter für eine offene und solidarische Gesellschaft. Natürlich lassen wir uns nicht unterkriegen!“

Die Pressemitteilung als PDF-Dokument finden Sie hier.

Die Fotos der Veranstaltung finden Sie hier.

Mit freundlichen Grüßen
Georg Kurz und Jamila Schäfer für die GRÜNEN JUGEND München.

Parks statt Parkplätze! – Aktion der GRÜNEN JUGEND München

Die Grüne Jugend München hat gestern Nachmittag ein Stück öffentlichen Raum zurückerobert und einen Teil der Sendlinger Straße kurzerhand zum Wohnzimmer umfunktioniert. Mit allerlei Möbeln und Einrichtungsgegenständen wurde ein Beitrag zur laufenden Debatte um Wohnungsknappheit geliefert sowie eine Diskussion um öffentliche  Flächen in der Stadt angeregt.

Sprecher Georg Kurz fordert:

„Stadt für alle statt eine Stadt für Autos! Der öffentliche Raum gehört uns allen – deshalb müssen dort auch alle einen Platz haben. Wir wollen eine Stadt, in der Wohnraum, freie Flächen und nachhaltige Verkehrskonzepte Priorität haben, vor Straßen und Parkplätzen.“

Cosima Pfannschmidt, Schatzmeisterin der Grünen Jugend München, fordert mehr Platz für Menschen mit kleinen Einkommen.

„Wer sich keine große Wohung leisten kann und auch keine kostspieligen Cafebesuche, bleibt in München auf der Strecke. Die positiven Reaktionen von Passant*innen haben uns in unserer Einschätzung bestätigt, dass ein deutlicher Mangel an kostenlosen und öffentlich zugänglichen Freiräumen besteht. Wir wollen Parks statt Parkplätzen. Wir wollen mehr Platz zum Leben in dieser Stadt, egal wie groß oder klein der Geldbeutel ist“

Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Die gesamte Pressemitteilung finden Sie hier als PDF.

Mit freundlichen Grüßen
Cosima Pfannschmidt und Georg Kurz für die GRÜNE JUGEND München

Zur Veröffentlichung freigegebene Bilder der Aktion finden Sie hier:

Solidarität mit dem Kafe Marat!

Die GRÜNE JUGEND München zeigt sich, anlässlich der aktuellen Vorwürfe, solidarisch mit dem Trägerverein des Kafe Marat und den sich dort engagierenden Menschen. Die CSU hat im Stadtrat einen Antrag gestellt, dem Verein „Zeit,Schlacht & Raum“ die Fördermittel zu streichen. Dem Antrag ist ein Bild eines Plakats angehängt, darauf ein Polizeifahrzeug mit zerschlagenen Scheiben, darüber der Spruch „Hass auf Schweine – kämpf mit uns“. Angeblich soll dieses Plakat zu einem unbestimmten Zeitpunkt vor dem Marat gehangen haben.  Die GRÜNE JUGEND München verurteilt den Antrag als gefährliches wahltaktisches Manöver.

„Die Vorwürfe sind haltlos, ihre einzigen Quellen findet die CSU-Stadtratsfraktion in einem Propagandafilm des rechtspopulistischen und verschwörungstheoretischen Kopp-Verlags und in einem Post eines rechten Blogs aus dem Jahre 2012“, kritisiert Ludwig Felder, Beisitzer im Vorstand der Grünen Jugend München dazu, „Das linke Projekt ist der CSU schon seit langem ein Dorn im Auge. Wenn sie mit rechtem Propagandamaterial eine Schließung erzwingen will, ist das nichts anderes als schäbig.“

Lilith Reim, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND München, ergänzt: „Seit Jahren ermöglichen die Räumlichkeiten des selbstverwalteten und nicht kommerziell orientierten Kulturzentrums Kafe Marat politisch engagierten Menschen und Gruppen eine Plattform zum Austausch, der politischen Teilhabe und des antifaschistischem und feministischem Engagement . Das Projekt Kafe Marat stellt damit einen der wenigen Freiräume in München dar. Dem Zentrum aufgrund falscher Schuldzuweisungen die Fördermittel streichen zu wollen, halten wir für skandalös.“

 

Bei Rückfragen stehen wir jederzeit zur Verfügung.

Die gesamte Pressemitteilung finden Sie hier als PDF.

Mit freundlichen Grüßen
Lilith Reim und Ludwig Felder für die GRÜNE JUGEND München

Gegen jeden Antisemitismus! – Grüne Jugend München kritisiert andauernde Israelfeindlichkeit im EineWeltHaus

Die GRÜNE JUGEND München stellt sich gegen jede Form des Antisemitismus. Wir begrüßen die Entscheidung des Stadtrat Dominik Krause und der Organisation Karawane München ihr politisches Engagement im EineWeltHaus einzustellen. Bereits seit Jahren wird das EineWeltHaus dafür kritisiert Akteur*innen und Gruppen, die sich klar antisemitisch und antizionistisch äußern, Räume zur Verfügung zu stellen. Trotz der Empfehlung des Beirats diesen Formaten keine Plattform mehr in den Räumlichkeit des Vereins zu bieten, entschied sich die Mitgliederversammlung dagegen.

Ludwig Felder, Beisitzer im Vorstand der Grünen Jugend München:

„Das EineWeltHaus bereicherte München in der Vergangenheit durch ein vielfältiges soziales, politisches und kulturelles Angebot. Dass jedoch auch Gruppen unterstützt werden, die in enger Verbindung mit Inhalten und Vertreter*innen der BDS-Kampagne stehen, welche unter anderem zum politischen, kulturellen und wirtschaftlich Boykott des demokratischen jüdischen Staat Israel aufrufen, verurteilen wir zutiefst. Dass das EineWeltHaus weiterhin für deren Verbleib plädiert, ist nicht akzeptabel. Antiisraelische Hetze und Antisemitismus haben in städtischen Einrichtungen nichts verloren. Gerade weil Israel als einziger jüdischer Staat einen Schutzraum für Jüdinnen und Juden auf der ganzen Welt darstellt, sagen wir klar: Solidarität mit Israel!“

Emma Richert, Beisitzerin im Vorstand der GRÜNE JUGEND München ergänzt:

„Selbstverständlich ist eine differenzierte Kritik an der israelischen Regierung legitim. Äußerungen von Mitgliedern und Gruppen des Vereins gingen jedoch durch die Delegitimierung und Dämonisierung Israels klar darüber hinaus. Solange das EineWeltHaus jenen Akteur*innen und Gruppen weiterhin eine Bühne für Antisemitismus bietet, ist für uns jede weitere Unterstützung des Vereins unmöglich. Wir stellen uns klar gegen Israelfeindlichkeit und jede Form des Antisemitismus!“

Bei Rückfragen stehen wir jederzeit zur Verfügung.

Die gesamte Pressemitteilung finden Sie hier als PDF.

Mit freundlichen Grüßen
Emma Richert und Ludwig Felder für die GRÜNE JUGEND München

GRÜNE JUGEND München auf dem Christopher Street Day 2017

Am 15. Juli findet zum wiederholten Male die Polit-Parade zum Christopher-Street-Day in München statt. Seit den 80er Jahren setzen sich dabei rund um die Parade und die Pride-Week tausende Menschen für Gleichstellung und Vielfalt für LGBTI*-Menschen ein. Dieses Jahr hat die GRÜNE JUGEND München zum ersten Mal einen eigenen Auftritt: unter unserem Motto „Lasst es glitzern, lasst es knallen – und euch von Rechten nichts gefallen!“ feiern wir unsere bunte Gesellschaft .

Emma Richert, Beisitzerin im Vorstand der GRÜNEN JUGEND München dazu:

„Natürlich ist die Ehe für alle ein Grund, heute zu feiern. Dennoch gibt es noch viel zu tun: auch  in Deutschland nimmt Gewalt aufgrund von sexueller Orientierung wieder zu. Dem stellen wir uns entschieden entgegen, denn alle Menschen haben unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung das Recht, selbstbestimmt und mit vollen Rechten ausgestattet zu leben. Wer homophobe Gewalt propagiert, verletzt die im Grundgesetz bestimmte Würde des Menschen. Gleichzeitig setzen wir uns für eine Reform des Art. 3 im Grundgesetz ein, denn niemand darf aufgrund seiner sexuellen Identität diskriminiert werden. Deshalb möchten wir dieses Jahr beim CSD ein deutliches Zeichen setzen – gleiche Rechte gegen Rechts.

Beisitzer Ludwig Felder ergänzt:

„Es ist jedoch ebenso wichtig, bereits während der Schulzeit über die Vielfalt von der sexuellen Identitäten aufzuklären, um so die Grundlage für gesamtgesellschaftliche Akzeptanz zu legen und homophobe Ressentiments an ihrer Entstehung zu hindern. Der Ausdruck „schwule Sau“ ist eines der meist benutzten Schimpfworte auf deutschen Schulhöfen; homophobe Klischees und die Abwertung von Schwulen, Lesben, Bi-, Trans- & Interpersonen beginnt bereits in den Klassenzimmern. Auch deshalb muss der CSD eine bunte und vor allem laute Parade werden. Lasst es glitzern, lasst es knallen – und euch von Rechten nichts gefallen!