Pressemitteilung: Keine Verweise für streikende Schüler*innen

Zu möglichen disziplinarischen Konsequenzen für die Schülerinnen und Schüler, die an der Demonstration des Bündnisses „Jugend gegen Rassismus“ teilgenommen haben, äußern sich die Sprecherin und der Sprecher der Grünen Jugend München folgendermaßen.

 

Marcel Rohrlack, Sprecher der GRÜNEN JUGEND München, sagt dazu:

„Häufig wird beklagt, dass Jugendliche sich nicht genug in politische Prozesse einbrächten. Die Demonstration zeigt stattdessen, dass Münchner Schülerinnen und Schüler durchaus für eine weltoffene Gesellschaft ohne Rassismus einstehen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für die Demokratie. Wir stehen daher hinter ihnen.“

 

Co-Sprecherin Tomke Schöningh fügt hinzu:

„Gerade Schulen sollten Jugendliche auf ihrem Weg zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern begleiten, statt ihnen Steine in den Weg zu legen. Das Engagement der Jugendlichen sollte gewürdigt und nicht bestraft werden. Wir fordern die Schulleitungen auf, keinerlei Disziplinarmaßnahmen zu ergreifen und in Zukunft die Schülerinnen und Schüler beim Kampf für eine weltoffene Gesellschaft zu unterstützen.“

Pressemitteilung: Keine Sicherheitswacht in Neuhausen/Nymphenburg!

Die GRÜNE JUGEND München kritisiert die Einrichtung einer Sicherheitswacht in Neuhausen/Nymphenburg scharf.

Cemre Salam, Beisitzer im Vorstand und Beauftragter gegen Rechtextremismus im BA Trudering/Riem, kommentiert:

„Die Sicherheit im öffentlichen Raum ist die Aufgabe der Polizei und muss das auch bleiben. Dass einfache Bürger nach einem 40-stündigen Kurs nun auf Patrouille gehen können, ist in Zeiten von erstarkenden Bürgerwehren verheerend.“

Die Sprecherin des Vorstands, Tomke Schöningh, ergänzt:

„Es ist die Aufgabe des Staates Sicherheit zu gewährleisten. Es braucht keinen Sonderstatus für bestimmte Bürger als Hilfssheriffs. Daher können wir die Entscheidung des Bezirksausschusses nicht nachvollziehen.“

Pressemitteilung: Keinen Sonderstatus für Autokraten!


Foto: Andreas Gregor, zugeschnitten

Zur Ermächtigung, den Moderator Jan Böhmermann nach § 103 StGB zu verfolgen, äußern sich die Sprecherin und der Sprecher der Grünen Jugend München wie folgt.

Marcel Rohrlack:

„Wir sind schockiert, dass Angela Merkel einem Sonderverfahren extra für Herrn Erdogan zugestimmt hat. Jan Böhmermann wird zum Bauernopfer zur Beruhigung des Irren vom Bosporus. Das Bekenntnis zu Presse- und Kunstfreiheit verkommt zur Sonntagsrede und Erdogans Kampf gegen die Pressefreiheit wird geadelt. Vor diesem Hintergrund sehe ich keine Satire, die Herr Erdogan nicht verdient hätte. Ich rufe dazu auf, das Gebaren Erdogans mehr denn je lächerlich zu machen.“

Tomke Schöningh fügt hinzu:

„Grundsätzlich begrüßen wir, dass der aus der Zeit gefallene Paragraph zur Majestätsbeleidigung bald abgeschafft werden soll. Allerdings fehlt uns jedes Verständnis dafür, warum die Bundesregierung einer möglichen Verurteilung Böhmermanns genau wegen dieses Paragraphen nun ihr grünes Licht gegeben hat. Herr Erdogan hat das Recht wie jeder andere Bürger Herrn Böhmermann wegen Beleidigung zu verklagen. Es gibt keinen Anlass und keine Rechtfertigung, ihm einen Sonderstatus einzuräumen.“

PRESSEMITTEILUNG: Kinderkriegsdienst stoppen!

Anlässlich des Internationalen Tages gegen den Einsatz von Kindersoldat*innen (Red Hand Day) sammelten die GRÜNE JUGEND München und die GRÜNE JUGEND Bayern in der vergangenen Woche gemeinsam mit den Bundestagsabgeordneten Beate Walter-Rosenheimer und Doris Wagner am Sendlinger Tor in München rote Handabdrücke, um auf das besondere Leid von Kindern in den weltweitern Kriegen aufmerksam zu machen.

Tomke Schöningh, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND München, erklärt:

„Laut UNICEF gibt es weltweit noch immer 250 000 Kindersoldatinnen und -soldaten. Jedes dieser Kinder ist eines zu viel! Die internationale Gemeinschaft muss ihre Anstrengungen verstärken, damit alle Kinder unter 18 Jahren aus Armeen und bewaffneten Gruppen entlassen werden und bei der Rückkehr ins zivile Leben unterstützt werden.“

Marcel Rohrlack, Sprecher der GRÜNEN JUGEND München, verdeutlicht:

„In München kommen jährlich viele geflüchtete Kindersoldatinnen und -soldaten an. Es ist unsere Pflicht ihnen neben politischem Asyl und Zugang zu medizinischer und psychologischer Versorgung den Einstieg in unsere Gesellschaft so einfach wie möglich zu gestalten. Eine verlorene Kindheit kann nicht rückgängig gemacht werden, doch müssen wir die Zukunft dieser Menschen umso chancenerfüllter gestalten!“

Matthias Ernst, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern, erörtert:

„Solange es 17-Jährigen noch ermöglicht wird in die Bundeswehr aktiv zu werden scheint die Bundesregierung ihren Einsatz gegen Kindersoldaten nicht ernst zu meinen. Wir fordern daher den sofortigen Stopp der Rekrutierung Minderjähriger in die Bundeswehr und der Werbung für die Bundeswehr an bayerischen Schulen!“

Eva Lettenbauer, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern, fügt hinzu:

„Wir fordern, dass Deutschland und besonders auch die vielen bayerische Firmen den Export von Waffen, Waffenteilen oder Munition in Krisenregionen sofort stoppen. Auch die Exporte über illegale Umwege müssen schnellstmöglich unterbunden werden.“

Pressemitteilung: Antisemitismus erkennen und bekämpfen!

Pressemitteilung bezüglich der antisemitischen Schmierereien in Untersendling (München)
(TZ und Süddeutsche Zeitung berichteten)

Marcel Rohrlack, Sprecher der GRÜNEN JUGEND München, erklärt:

„In den letzten Monaten mussten wir beobachten, wie rechtsradikales, neonazistisches Gedankengut insbesondere auf Münchens Straßen zur Schau getragen wurde.

Es darf nicht hingenommen werden, dass in München im Jahr 2016 Jüdinnen und Juden mit Nazimethoden bedroht werden und folglich in einem Klima der Angst leben müssen.

Unsere Stadt muss ein Ort für alle Menschen unabhängig ihres Glaubens oder ihrer ethnischen Zugehörigkeit sein. München ist christlich, jüdisch, muslimisch und säkular – aber niemals braun. Der Faschismus darf hier nie wieder Fuß fassen!“

Kim Zeuner, Beisitzerin im Vorstand der GRÜNEN JUGEND München, fügt hinzu:

„Es darf nicht sein, dass Neonazis an historisch sensiblen Orten wie der Feldherrenhalle Demonstrationen abhalten, den Hitlergruß andeuten und jüdische Privathäuser mit Davidsternen beschmieren.

Die Augen aus Bequemlichkeit vor dem grassierenden Antisemitismus zu verschließen, wäre ein fataler Fehler. Für uns ist klar: Dies war kein Einzelfall, der ignoriert werden darf. Stattdessen muss Antisemitismus klar als solcher erkannt und benannt werden. Wir fordern eine umfassende Aufklärung der Straftaten und eine konsequente Bekämpfung des Antisemitismus in Deutschland!“