Gegen jeden Antisemitismus! – Grüne Jugend München kritisiert andauernde Israelfeindlichkeit im EineWeltHaus

Die GRÜNE JUGEND München stellt sich gegen jede Form des Antisemitismus. Wir begrüßen die Entscheidung des Stadtrat Dominik Krause und der Organisation Karawane München ihr politisches Engagement im EineWeltHaus einzustellen. Bereits seit Jahren wird das EineWeltHaus dafür kritisiert Akteur*innen und Gruppen, die sich klar antisemitisch und antizionistisch äußern, Räume zur Verfügung zu stellen. Trotz der Empfehlung des Beirats diesen Formaten keine Plattform mehr in den Räumlichkeit des Vereins zu bieten, entschied sich die Mitgliederversammlung dagegen.

Ludwig Felder, Beisitzer im Vorstand der Grünen Jugend München:

„Das EineWeltHaus bereicherte München in der Vergangenheit durch ein vielfältiges soziales, politisches und kulturelles Angebot. Dass jedoch auch Gruppen unterstützt werden, die in enger Verbindung mit Inhalten und Vertreter*innen der BDS-Kampagne stehen, welche unter anderem zum politischen, kulturellen und wirtschaftlich Boykott des demokratischen jüdischen Staat Israel aufrufen, verurteilen wir zutiefst. Dass das EineWeltHaus weiterhin für deren Verbleib plädiert, ist nicht akzeptabel. Antiisraelische Hetze und Antisemitismus haben in städtischen Einrichtungen nichts verloren. Gerade weil Israel als einziger jüdischer Staat einen Schutzraum für Jüdinnen und Juden auf der ganzen Welt darstellt, sagen wir klar: Solidarität mit Israel!“

Emma Richert, Beisitzerin im Vorstand der GRÜNE JUGEND München ergänzt:

„Selbstverständlich ist eine differenzierte Kritik an der israelischen Regierung legitim. Äußerungen von Mitgliedern und Gruppen des Vereins gingen jedoch durch die Delegitimierung und Dämonisierung Israels klar darüber hinaus. Solange das EineWeltHaus jenen Akteur*innen und Gruppen weiterhin eine Bühne für Antisemitismus bietet, ist für uns jede weitere Unterstützung des Vereins unmöglich. Wir stellen uns klar gegen Israelfeindlichkeit und jede Form des Antisemitismus!“

Bei Rückfragen stehen wir jederzeit zur Verfügung.

Die gesamte Pressemitteilung finden Sie hier als PDF.

Mit freundlichen Grüßen
Emma Richert und Ludwig Felder für die GRÜNE JUGEND München

Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl: Kein Platz für rechtsextremistische Gesinnung!

Am 27. Juni veranstaltet die Münchner Volkshochschule eine Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl in Kooperation mit PULS, dem jungen Programm des Bayerischen Rundfunks. Jung-Wähler*innen sollen dabei die Positionen der verschiedenen Parteien rund um bezahlbaren Wohnraum, den Rechtsdrift, Europa und Bildungspolitik nähergebracht werden. Geladen sind Kandidaten aus München, die auf dem Podium diskutieren sollen. Wir als GRÜNE JUGEND München lehnen die Einladung des AfD-Landesvorsitzenden Petr Bystron entschieden ab.

Ludwig Felder, Beisitzer im Vorstand der Grünen Jugend München:

„Wir sprechen uns klar gegen die Teilnahme von Petr Bystron aus. Mit seiner Islam- und Fremdenfeindlichkeit sowie seiner völkisch-rassistischen Ideologie, spricht sich Petr Bystron offenkundig gegen eine demokratische und weltoffene Gesellschaft aus. Auch schreckt er nicht davor zurück, dies Hand in Hand mit den Rechtsextremist*innen der Identitären Bewegung zu tun. Diese rassistische Vereinigung stellt sich, unter dem Deckmantel des sogenannten Ethnopluralismus, klar gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung; für Bystron aber ist die IB die „Vorfeldorganisation“ der AfD, für die seine Partei ein „Schutzschild“ sein muss. Wir fordern öffentliche Einrichtungen dazu auf, Menschen mit rechtsextremen Gesinnungen jetzt und in Zukunft keine Bühne zu bieten.“

Sprecherin Saskia Weishaupt ergänzt:

„Als Jugendorganisiation begrüßen wir natürlich die Initiative der Münchner Volkshochschule, den jungen Wähler*innen solch ein Podium anzubieten. Jedoch wird dort einem Mensch die Bühne geboten, der nicht ein bisschen rechts-konservativ ist, sondern rechtsextrem. Meinungen und Positionen, die nicht zum demokratischen Spektrum gehören, sollte man nicht diese Öffentlichkeit geben. Ich erwarte, dass man sich von solch einem Gedankengut deutlich distanziert. Außerdem muss mit der Öffentlichkeit kommuniziert werden, warum man den AfD-Vorsitzenden nicht einladen kann, damit die „Opferrolle“ erst gar nicht eingenommen werden kann.“

Bei Rückfragen stehen wir jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Saskia Weishaupt und Ludwig Felder für die GRÜNE JUGEND München