Kunstaktion: Solidarität mit Afrin

In der Nacht von Samstag auf Sonntag haben pro-kurdische Aktivist*innen die Opfer des türkischen Angriffskriegs in Afrin symbolisch auf die Straßen und Plätze Münchens gebracht. Sie haben – im Stile einer Kriminalszene – an zentralen Punkten Münchens die Umrisse der Opfer des Krieges in den kurdischen Gebieten Nordsyriens auf den Boden gemalt und mit #SaveAfrin beschriftet. Mit der Aktion soll Aufmerksamkeit geschaffen werden für das Leid und das Sterben der Bevölkerung in Afrin.

Georg Kurz, Sprecher der GRÜNEN JUGEND München:

„Inmitten der syrischen Kriegswirren haben kurdische und andere ethnische Gruppen im Norden Syriens ein zukunftsweisendes Gesellschaftsmodell aufgebaut, das auf den Werten von Basisdemokratie, Ökologie und Feminismus basiert. Diese wunderbare Alternative zu Diktatur, Islamismus und Nationalismus stirbt gerade im türkischen Bombenhagel. Das Leid der Menschen ist unerträglich, Hunderttausende sind auf der Flucht, auch die kurdische Gemeinde in München ist erschüttert und verzweifelt. Wir dürfen nicht länger wegschauen. Solidarität mit dem Widerstand gegen den türkischen Faschismus!“

Sprecherin Cosima Pfannschmidt weist auch auf die Mitverantwortung Deutschlands an der Katastrophe in Afrin hin und fordert Konsequenzen:

„Das deutsche Schweigen zum völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Erdogans ist umso beschämender, als dieses Massaker nicht zuletzt von einem NATO-Partner mit deutschen Waffen begangen wird. Wir fordern einen sofortigen Stop von Waffenexporten in die Türkei. Die Bundesregierung muss sich zudem im Rahmen der EU, UNO und NATO mit höchster Dringlichkeit dafür einzusetzen, dass türkische Truppen das Morden umgehend beenden.“

Hier finden Sie Fotos der Aktion in hoher Auflösung zur freien Verfügung. Bei Rückfragen stehen wir jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Cosima Pfannschmidt und Georg Kurz für die GRÜNE JUGEND München

Stadtratsbeschlüsse ernst nehmen – BDS aussperren!

Vergangenen Sonntag fand im Gasteig erneut eine Veranstaltung der „Jüdisch-Palästinensischen Dialoggruppe“ statt, gefördert vom städtischen Kulturreferat. Die GRÜNE JUGEND München kritisiert diese Praxis scharf, denn sie steht klar im Widerspruch zum Stadtratsbeschluss vom 13.12.2017, nach dem „die Landeshauptstadt München keine Veranstaltungen in Form von Zuschüssen oder Raumvergaben unterstützt, die […] von Personen oder Organisationen veranstaltet werden, die auf der BDS-Unterstützerliste stehen.“

Cosima Pfannschmidt, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND München, stellt klar:

„Die „Jüdisch-Palästinensische Dialoggruppe“ unterstützt die antiisraelische Boykottkamgagne BDS („boycott, divestment and sanctions“) und darf damit laut Stadtratsbeschluss keine städtischen Räume mehr nutzen. Dass das Kulturreferat sich über diesen Beschluss hinwegsetzt, ist absolut inakzeptabel. Die Veranstaltung aber auch noch finanziell zu unterstützen, setzt dem Ganzen wirklich die Krone auf. Das ist ein eklatanter Bruch mit der gültigen Beschlusslage.“

Sprecher Georg Kurz nimmt den Oberbürgermeister in die Pflicht:

„Jetzt ist OB Reiter am Zug. Er muss dafür sorgen, dass das die letzte städtische Förderung und Raumvergabe dieser Art war, ohne Wenn und Aber. Dass sich seine Verwaltung so über den Stadtratsbeschluss hinwegsetzt, ist in keiner Weise hinnehmbar. Antisemitischer Stimmungsmache darf in München kein Raum gegeben werden!“

 

Bei Rückfragen stehen wir jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Cosima Pfannschmidt und Georg Kurz für die GRÜNE JUGEND München