AK Geschlechtergerechtigkeit: Filmabend „Trade“

Der AK Geschlechterpolitik traf sich am vergangenen Montag, um gemeinsam den Film „Trade – Willkommen in Amerika“ anzuschauen und über den dort gezeigten Menschenhandel zu diskutieren.

Der Film handelt von dem jungen Mexikaner Jorge, der seine von Menschenhändlern entführte 13-jährige Schwester Adriana retten will. Er bleibt dabei den Entführer immer direkt auf den Fersen, bis sie die Grenze nach Amerika unterschreiten. Er versucht in einem Auto, das dem amerikanischen Polizisten Ray gehört, unbemerkt im Kofferraum mitzureisen, bis er von entdeckt wird.

Nach anfänglichen Zweifeln, ob Jorge nicht nur einfach illegal in die USA emigrieren will, glaubt ihm Ray und beide machen sich auf die Suche nach Adriana.
Diese ist zusammen mit anderen Kindern und Viktoria, einer Polin, die über eine „Agentur“ nach Amerika reisen wollte, aber auch verschleppt wurde, auf dem Weg nach New Jersey, wo sich das Lager des Menschenhändlerrings befindet. Beide werden unter Drogen gesetzt, damit sie sich nicht wehren oder auf die Idee kommen zu fliehen. Dennoch schaffen beide kurzzeitig in eine nahegelegene Kleinstadt zu entkommen, wo Viktoria erfährt, dass auch ihr Kind von der „Agentur“ mitgenommen worden war.
Sie werden beide wieder gefasst und bei einem kurzen Stopp, bei dem Viktoria eigentlich „bestraft“ werden sollte, begeht sie Selbstmord, indem sie eine Klippe hinunterstürzt.

Um die gesamte Geschichte dieses genialgemachten Films nicht komplett zu verraten, wird hier auf weitere Erläuterungen verzichtet.
Als der Film jedoch zu Ende war, war nur eins in dem Raum, in dem wir den Film angeschaut hatten: Schweigen.
Alle Anwesenden waren so sehr geschockt und sprachlos, dass es erst einmal eine lange Phase brauchte, bis wir anfangen konnten zu diskutieren.
Dabei stellten wir uns die Frage, wie einfach es ist, einen Mensch einfach so zu kaufen. Kann es wirklich sein, dass es nur eine Internetplattform und eine Kreditkarte braucht, um sich Sklaven zu leisten? Warum ist gerade Amerika so anfällig für derartige Kriminalität?
Leider wussten wir wenige Antworten auf diese Fragen, weswegen wir uns in unserer nächsten Veranstaltung noch stärker damit befassen wollen.

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