Pressemitteilung: “Ich will keine Rose – ich will eine Führungsposition”

11011042_10153101737676963_2331313714177789063_n
Unter diesem Motto veranstalteten die Münchner Grüne und Grüne Jugend München am  Weltfrauentag, 08.03.2015 ihre Aktion: Anstatt roter Rosen, die konservative Politiker und Politikerinnen immer  an diesem Tag verteilen, konnten die Frauen am “Chefinnen-Schreibtisch“ Platz nehmen um schon auszuprobieren, wie sich das später anfühlt.
„Es gibt so viele hochqualifizierte Frauen in Deutschland, die alle an der gläsernen Decke scheitern und  nicht den Sprung in das obere Management schaffen. Das ist ein Skandal!“, erklärt Katharina Schulze (Vorsitzende der Münchner Grünen) und führt weiter aus „Die Genderspezifische Arbeitsmarktteilung muss endlich ein Ende haben. Und wir brauchen mehr Frauen in Führungspositionen. Außerdem braucht es endlich auch einen gesellschaftliche n Wandel: Die traditionell-rollenspezifische Einstellung muss aus den Köpfen der Menschen und den Unternehmern und Unternehmerinnen. Denn was bringt mir eine rote Rose, wenn ich eine Führungsposition will?“
Mit dieser Aktion machten die Münchner Grünen auch auf die niedrige Zahl von Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten aufmerksam und unterstützt damit den Antrag der Grünen  Bundestagsfraktion, eine Quote für Aufsichtsratsgremien börsennotierter  Unternehmen einzuführen. Im Moment beträgt der Prozentanteil von Frauen in Aufsichtsrätengerade mal 19%. Die grüne Bundestagsfraktion hat einen klar geregelten Gesetzesvorschlag mit einer 40-Prozent-Quote für die 3.500 börsennotierten und mitbestimmten Unternehmen vorgelegt. Das Gesetz der Regierung sieht lediglich eine 30% Frauenquote in 108 börsennotierten Unternehmen ab 2016 vor, die aber nur für Neubesetzungen gelten soll.
Sophie Harper (Sprecherin Grüne Jugend München) ergänzt: „ Die momentane Prozentzahl von Frauen in Führungspositionen ist einfach nur peinlich! Dabei würde es mit Sicherheit auch der Unternehmenskultur nutzen, wenn mehr Frauen in der Geschäftsführung und in Aufsichtsräten vertreten wären. Wir haben übrigens eine 50% Frauenquote und sind sehr erfolgreich damit “

Weiterlesen

Kinobesuch „Wir sind jung. Wir sind stark“

Als erste Bildungsveranstaltung im neuen Jahr veranstaltete der Vorstand einen Besuch der Kinovorstellung “Wir sind jung. Wir sind stark.” im Kino MONOPOL am Nordbad. Der Film handelt von den rassistischen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen in den Neunzigern und zeigt die Problematik der ausländerfeindlichen Strömungen in Gesellschaften auf, so wie die radikalen Dynamiken in rechtsextremen Gruppierungen. Die Mitglieder der GRÜNE JUGEND München, die sich diesen Film von Burhan Qurbani ansahen, fanden ihn eine filmisch hervorragend umgesetzten Beitrag zum Thema Ausländer_innenfeindlichkeit, der einen gedenken lässt, dass der Hass gegen Asylsuchende in Deutschland noch lange keine Problematik ist, die der Vergangenheit angehört, sondern aktuell wie eh und je ist. Deswegen möchte die GRÜNE JUGEND München weiter Bildungsveranstaltungen gegen Rechtsextremismus und Ausländerhass veranstalten und zum Beispiel Veranstaltungen organisieren, bei denen sich Interessierte näher informieren können. Wenn Ihr noch Anregungen zu weiteren Bildungsveranstaltungen habt, könnt Ihr euch gerne an den Vorstands wenden!

Sophie Harper, Sprecherin

Weiterlesen

Pressemitteilung: Hausverbot statt Hausrecht – Abtreibungsgegner darf nicht Chef der Schwangerenberatungsstelle werden

Zum Vorschlag der Münchner CSU mit dem ÖDP-Politiker Markus Hollemann ein aktives Mitglied der »Aktion Lebensrecht für Alle e. V.« zum Referenten für Umwelt und Gesundheit zu wählen, erklärt der Sprecher der GRÜNEN JUGEND München Marcel Rohrlack:
»Ich bin schockiert, wen die CSU hier aus der christlich-fundamentalistischen Mottenkiste gezogen hat. Repräsentiert ein Reaktionärer mit Öko-Label die ›moderne Großstadt-CSU‹, die Josef Schmid im Wahlkampf so betont hat? Schmid muss sein Versprechen von der Besetzung nach Qualifikation einhalten und Personal mit fundiertem Fachhintergrund vorschlagen – und zwar ohne rechtsklerikale Phantasien.«
Sophie Harper, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND München, fügt hinzu: »Ein Abtreibungsgegner darf nicht auf die Schwangerenberatungsstelle losgelassen werden. Die Schwangerenberatungsstelle ist ein Schutzraum. Jemand wie Hollemann verdient dort eher ein Hausverbot als Hausrecht. Statt Männern, die Frauen das Selbstbestimmungsrecht absprechen, stünde es der Stadt gut, den Frauenanteil an der Spitze der städtischen Referate endlich anzuheben.«

 

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Weiterlesen

IMG_2872-1024x683

Pressemitteilung: GRÜNE JUGEND München stellt sich neu auf

Bei ihrer Jahreshauptversammlung am 22.01.2015 hat die GRÜNE JUGEND München sich mit einem neuen Vorstand für das kommende Jahr neu aufgestellt.
Sophie Harper und Marcel Rohrlack wurden als Sprecherin und Sprecher gewählt. Joel Keilhauer übernimmt den Posten des Schatzmeisters. Kim Zeuner und Cemre Saglam wurden als Beisitzerin und Beisitzer neu gewählt, Mariella Kessler in ihrem Amt als Beisitzerin bestätigt.
„Wir freuen uns auf die Arbeit und wollen uns weiter aktiv in die Stadtpolitik einbringen“, kommentieren die sechs ihre Wahl.

Weiterlesen

Je_suis_Charlie

Wir sind Charlie

Die GRÜNE JUGEND München zeigt sich bestürzt und traurig ob der schrecklichen Morde der letzten drei Tage in Paris. Der Vorstand erklärt daher gemeinsam:
»Diese Verbrechen stellen einen Angriff auf die Freiheit in Frankreich, Europa und allen demokratischen Staaten dar.
Wir bitten Politik, Zivilgesellschaft und Religionen daher, diesem Hass nicht nachzugeben. Das Mitgefühl und der Zusammenhalt, das Aufstehen für die Freiheit des Wortes, müssen jetzt stärker sein als der Hass. Denn wenn wir die Freiheit dem Hass oder der Angst opfern, waren die Terroristen erfolgreich.
Die Freiheit von Wort und Schrift gehört zu den größten Errungenschaften der Aufklärung. Und die Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik. Dabei dürfen wir uns aber nicht mit dem antimuslimischen Mob, der vermeintlich das europäische Volk repräsentiert, gemein machen, sondern müssen ein starkes Zeichen für die in Europa gelebte und geliebte Vielfalt setzen! Wer Mitmenschen wegen ihrer Religion mit fundamentalistischen Mördern gleichsetzt, betreibt keine Politik sondern Menschenhatz und sät Hass in einer Gesellschaft. Wir rufen das demokratischen München daher dazu auf, am nächsten Montag ein Zeichen gegen die sogenannte ›Bagida‹ zu setzten.«

Weiterlesen

Kätzchen. Kiffen. Kaviar – Her mit dem schönen Leben. Strukturreformtreffen der Grünen Jugend München

Kurz vor dem Neujahrsabend fand die letzte Veranstaltung der GJM im alten Jahr gemütlich bei Kinderpunsch, Saft und selbst gebackenen (veganen) Plätzchen statt. Wir haben uns angeschaut, was gut lief im letzten Jahr, und, wie wir noch erfolgreicher in das neue starten können. Darüber hinaus setzten wir uns mit aktuellen Herausforderungen aber auch mit der ganz grundsätzlichen Struktur der GJM auseinander.

Themen waren unter anderen:

  • dem Format der Mitgliederversammlungen
  • Bildungsveranstaltungen & Bildungsbeirat
  • Einführung einer Organisatorischen Geschäftsführung?
  • Mitgliedergewinnung/-bindung
  • Newsletter
  • Homepage
  • Vorstandsarbeit

Das produktive Treffen brachte viele neue Einblicke und Perspektiven auf die GJM – und sehr viele gute Ideen für die Zukunft. Ein ausführlicher Bericht kommt dann auf unser Jahreshauptversammlung am 22. Januar. Damit sind wir gut für 2015 gewappnet und starten motiviert ins neue Jahr!

Weiterlesen

Solidarität mit “Refugee struggle for freedom”

Seit Samstag befinden sich ca. 30 Flüchtlinge aus ganz Deutschland im Hungerstreik am Sendlinger Tor. Mit dem Streik wollen sie die Bevölkerung und die bayerische Staatsregierung auf die desaströsen Umstände aufmerksam machen. Die Schutzsuchenden protestieren gegen die derzeitige Asylpolitik und fordern ein sofortiges Ende dieser menschenunwürdigen Zustände.

Ulrike Müller, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND München sagt hierzu: „Wir solidarisieren uns mit den Schutzsuchenden, die seit Samstag am Sendlinger Tor in den Hungerstreik getreten sind, um für ihre grundlegenden Rechte zu kämpfen, die ihnen durch die bayerische Staatsregierung noch immer verwehrt werden. Es muss endlich aufgehört werden, Flüchtlinge als unerwünschte Eindringlinge zu betrachten und begonnen werden, den Menschen mit dem eigentlich selbstverständlichen Respekt und Mitgefühl zu begegnen, der Teil der Menschenwürde sein sollte. Immer noch sind Misstrauen und Ablehnung in unserer Gesellschaft weit verbreitet und man wartet weiterhin vergeblich auf Gegenmaßnahmen durch die Regierung. Nicht die Flüchtlinge müssen uns dankbar sein, dass wir sie aufnehmen, sondern wir Bürgerinnen und Bürger dieses Landes müssen dankbar sein, dass wir hier in Frieden und Wohlstand leben können!“

„Heilloses Durcheinander in den Erstaufnahmeeinrichtungen und eine Regierung, die alles außer Kontrolle laufen lies“, fügt Simon Andris, Sprecher der GRÜNEN JUGEND München an und fährt fort: „das Ganze im Freistaat, der doch eigentlich für seine Bürokratie bekannt ist. Statt weiter gegen Geflohene zu argumentieren und bei der Bevölkerung Schreckensszenarien zu erzeugen muss sich die Staatsregierung endlich besinnen und die Bevölkerung über die Wichtigkeit des Zuwandern aufgrund der Demografie aufklären, die prekäre Situation der Schutzsuchenden erläutern und den Geflohenen die gleichen Rechte, die auch für Deutsche gelten, zusichern. Selbst der rechts-konservative Flügel der Staatsregierung sollte sich mit Blick auf den Fachkräftemangel, aussterbenden Berufen und vielen offenen Ausbildungsstellen eingestehen, dass das Arbeitsverbot längst ungerechtfertigt ist. Statt Flüchtlinge mit starrem Verteilungsschlüssel nach der Einwohner*innenzahl zu ‚verteilen‘ sollte den Flüchtlingen ihre Standortwahl und die Suche nach Arbeit und – Wohnung selbst überlassen werden. Die Unterbringung in der Massenunterkunft und die Ungewissheit der Asylberechtigung machen die Menschen psychisch krank, was die Zunahme der Suizidrate um 100% von 2013 auf 2014 sehr deutlich belegt. Statt die Geflüchteten in der Erstaufnahmeeinrichtung sich selbst zu überlassen sollte der Aufenthalt der Vermittlung von Sprachkenntnissen und – Informationen dienen, hin zur Selbstständigkeit und Freiheit. Androhungen, den Protest gegebenenfalls zu räumen, wie sie jüngst von KVR-Chef Blume-Beyerle und der Polizei zu hören sind, sind ausgesprochen deplatziert.“

Weiterlesen

Licht ins Dunkel bringen – Aufarbeitung und Rehabilitierung der Opfer des § 175!

Vor  20 Jahren beschloss der Bundestag, den § 175 StGB, der homosexuelle Handlungen unter Strafe stellte, aus dem Strafgesetzbuch zu streichen.2002 beschloss der Bundestag gegen die Stimmen von CDU/CSU und FDP eine Ergänzung zum Gesetz zur Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile in der Strafrechtspflege. Damit wurden Verurteilungen gemäß des §175 aus der Zeit des Nationalsozialismus für nichtig erklärt. Obwohl die Rechtsgrundlage bis 1969 die gleiche war und der Paragraph bis 1994 existierte, wurden die nach §175 StGB nach 1945 Verurteilten bisher nie rehabilitiert.

Simon Andris, Sprecher der GRÜNEN JUGEND München, erklärt hierzu:
„Es ist beschämend genug, dass erst vor 20 Jahren, 1994, mit Ablauf der Frist für die Rechtsangleichung im Zuge der Wiedervereinigung, der Bundestag den Paragrafen wegfallen ließ, weil der Osten Deutschlands für homo-, trans- und bisexuelle Handlungen keine Strafvorschriften vorsah. Selbst nach dem „Wegfall“ des aus der Zeit des Nationalsozialismus verschärften Strafgesetzbuch-Paragraphen 175 sind die nach 1945 auf dieser Rechtsgrundlage gesprochenen Urteile nie aufgehoben worden. Statt weiterhin zuzusehen, wie die Opfer des § 175 mit den diskriminierenden Verurteilungen und der daraus resultierenden psychischen Belastung Leben müssen, ist die Politik in der Pflicht zu handeln. Wir fordern den bayerischen Justizminister Bausback auf, sich ernsthaft um Aufarbeitung zu kümmern und sich für die Rehabilitierung der Opfer des ehemaligen §175 StGB im Bundesrat einzusetzen!“

Mariella Kessler, Beisitzerin der GRÜNEN JUGEND München, ergänzt:
„2000 wurde vom Bundestag und vom Bundesrat mit großer Mehrheit die EU-Grundrechtecharta gebilligt, die ein Verbot der Benachteiligung aufgrund der sexuellen Ausrichtung enthält. Warum soll dies im deutschen Grundgesetz also nicht möglich sein? Damit auch national ein Paragraph wie der Paragraph 175 Strafgesetzbuch nie wieder existieren kann und die Diskriminierung gegenüber Homo-, Trans-, Bi- und Intersexuellen endlich überwunden, wird fordern wir eine Erweiterung des Gleichheitsartikel 3 Grundgesetz um die ‚sexuelle Identität’. Mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz von 2006 verpflichtet der Staat die Bürger*innen, in einem gewissen Rahmen, niemanden aufgrund der sexuellen Identität zu diskriminieren. Sich selbst hat er diese Verpflichtung noch nicht auferlegt. Dieser Widerspruch muss beseitigt werden. Der Staat darf sich kein Recht auf Diskriminierung reservieren.“

Fotos: Sebastian Grapentin (Queerrelations.net)
Licht ins Dunkle bringen1

 

Licht ins Dunkle bringen

Weiterlesen

Kein Platz für Rassismus auf der Wiesn

Auf dem größten Volksfest der Welt dienen schwarze Menschen als Schießbudenfigur. Die Wiesn-Behörde, die dem Wirtschaftsreferat zugeordnet ist und von OB Schmid geführt wird, bemängelte dies nicht. Der Schießbudenbetreiber beruft sich auf Nachfrage, ob schwarze Menschen heutzutage als Schießbudenfiguren ausgestellt werden dürfen, auf die “Tradition”. Der offizielle Wiesn-Pressetext der Stadt, preist den Stand auf der Oidn Wiesn sogar als “Schmuckstück” an.

Simon Andris, Sprecher der GRÜNEN JUGEND München erklärt hierzu:
“Schießbudenfiguren aus der Kolonialzeit heute noch zu verwenden, ist ein Medium zur Vermittlung des Legitimation Mythos, Afrika sei das homogene, unterlegene “Andere” und benötige infolgedessen der “Zivilisierung” durch Europa. Rassismus und Kolonialismus-Nostalgie haben auf der Wiesen, die sich zu einem weltoffenen und bunten Volksfest entwickelt hat, keinen Platz. Die Begegnungen der verschiedensten Menschen und Kulturen machen das Oktoberfest erst zu dem was es heute ist, dem größte Volksfest der Welt.”

Henrike Kruse, Beisitzerin der GRÜNEN JUGEND München ergänzt:
“Diese Schießbudenfiguren produzieren Rassismus. Da hilft auch keine Tafel, mit der die Festleitung “möglichen fremdenfeindlichen Assoziationen” begegnen möchte. Deswegen fordern wir, dass die entsprechenden Figuren aussortiert werden.”

Weiterlesen