Gemeinsam für Frauenrechte einstehen

Ausgerechnet am Frauenkampftag planen Abtreibungsgegner*innen von ALfA gemeinsam mit der CSU bei einer Demonstration am Oberanger in München ihre Positionen kundzutun. Anlass dafür ist, dass die SPD am 08. März 2019 Abtreibungsärzt*innen mit der roten AFS-Rose auszeichnen wird. Die JuSos München wollen die Kundgebung der CSU und von ALfA nicht einfach hinnehmen und organisieren deshalb eine Gegendemonstration vor dem SPD-Büro am Oberanger. Die GRÜNE JUGEND München solidarisiert sich mit den JuSos und den auszuzeichnenden Ärzt*innen und wird an der Gegendemonstration teilnehmen.

Die JuSos und GRÜNE JUGEND München teilen die Position, dass die Paragraphen §218 und 219a endlich abgeschafft werden sollen.

Johanna Fehrle, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND München:
„Wir fragen uns, warum die SPD mit der Auszeichnung der Ärzt*innen gegen ihre eigene Gesetzgebung handelt. Schließlich lag es an ihr als Regierungspartei, die längst fällige Aufhebung des Paragraphen §219a durchzusetzen, was von der SPD aber versäumt wurde. Das Recht einer Frau auf freie Entscheidung über ihren Körper zu kriminalisieren und Aufklärung über medizinische Prozeduren zu behindern, ist in höchstem Maße frauenverachtend. Wir lassen uns von  reaktionären und frauenfeindlichen Kräften wie der CSU und AlfA aber nicht den Frauenkampftag vermiesen und werden sowohl bei der Gegendemo als auch bei unserer Fotoaktion viel Spaß haben.“

Programm Frühjahrswerkstatt 2019

Freitag

17:00

Anreise

17:30

Eröffnung der Frühjahrswerkstatt

Amphitheater

19:00

Abendessen

Herzogstand

20:30

 Filmvorführung mit Diskussion

Seminarraum

Samstag

 

8:00

Frühstück

Herzogstand

9:30

Workshopphase

Herzogstand

9:30

Austeritätspolitik und Perspektiven der Solidarität für Europa

Seminarraum

9:30

Workshop in Planung

Jochberg

12:00

Mittagessen

Herzogstand

13:30

Fortsetzung Workshopphase

16:00

Open Space

19:00

Abendessen

Herzogstand

20:30

European Pup Quiz

Herzogstand

22:00

Party

Herzogstand

Sonntag

8:00

Frühstück

Herzogstand

9:30

Vorstellung der GJ Europakampagne

Jochberg

10:30

Reflexionswerkstatt

Jochberg

12:00

Abschlussrunde

Jochberg

13:00

Abreise

Seminarraum

 

Workshop 1

Austeritätspolitik und Perspektiven der Solidarität in Europa

Die anhaltende Sparpolitik in Reaktion auf die Krise 2008 ff. hat vor allem in den Ländern des europäischen Südens zu massiven sozialen Verwerfungen geführt. In Griechenland etwa wurde im Rahmen der Austeritätspolitik die soziale Infrastruktur so weit zurückgebaut, dass eine ausreichende Gesundheitsversorgung teilweise nicht mehr gewährleistet werden kann und es zu einem signifikanten Anstieg der Kindersterblichkeit gekommen ist.

Im Workshop werden wir herausarbeiten, dass Austeritätspolitik keinesfalls alternativlos und die einzig denkbare Form der Krisenbearbeitung ist, dass jedoch die Ideologie ausgeglichener Haushalte nicht zufällig nach der Krise des Fordismus zum hegemonialen Paradigma wurde. Seit Mitte der 1970er Jahre setzte sich das „politische Projekt der Austerität“ (Ingo Stützle) erstmals in nationalstaatlichen Wirtschaftspolitiken, später auch mit Konsolidierung der EU europaweit durch, wo es besonders von Deutschland vorangetrieben wurde. Interaktiv und mit Bezug auf Originalquellen sollen im Workshop sowohl historische als auch ideologische Voraussetzungen dieser Wirtschaftspolitik herausgearbeitet werden. Dabei nehmen wir zum einen den „verdrängten Ursprung“ (Hauke Brunkhorst) der autoritär durchgesetzten ökonomischen und politischen Integration der Europäischen Union und zum anderen die gegenwärtige Radikalisierung von ökonomischem Autoritarismus und Entdemokratisierung in den Blick.

Auch wenn diese Tendenzen der europäischen Einigung von Beginn an eingeschrieben sind, gab und gibt es immer wieder auch Gegenentwürfe eines sozialen und solidarischen Europas, an die angeknüpft werden könnte. Darin wird z.B. auf die Transformation der Europäischen Union von einer reinen Wirtschafts- und Währungsunion zu einer Ausgleichs-, Umverteilung- oder Transferunion mit dem Ziel der Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in allen Regionen hingearbeitet. Zumeist sind es „Bewegungen von unten“, die häufig schon transnational vernetzt sind und in ihren konkreten Alltagspraktiken für ein anderes Europa eintreten. Im Workshop werden wir zusammentragen, welche „realen Utopien“ (Erik Olin Wright) und hoffnungsvollen Bewegungen der Solidarität es gegenwärtig gibt, in welcher Form diese sinnvoll unterstützt und wie Gegenmacht wirkungsvoll organisiert werden könnte. In der Diskussion sollen konkrete Möglichkeiten und Ansatzpunkte einer emanzipatorischen Politik nach innen und außen ausgelotet werden.

Der Workshop verfolgt damit drei Ziele: Erstens soll eine Bestandsaufnahme des aktuellen Zustands der Europäischen Union und der sozialen Folgen der Sparpolitik erarbeitet, zweitens eine ideologiekritische Analyse der gegenwärtigen und historischen politökonomischen Bedingungen geleistet und drittens Umrisse eines solidarischen und demokratischen Europas und Perspektiven einer solidarischen Politik diskutiert werden.

Workshop 2

Noch in Planung

Frühjahrswerkstatt: Change Europe!

+++ Anmelden könnt ihr euch unter fw2019@gjm.de +++

Ihr habt Lust ein ganzes Wochenende über die Ziele linker & grüner Europapolitik zu diskutieren? Ihr möchtet andere Mitglieder der GRÜNEN JUGEND München besser kennen lernen und nicht nur zwei Stunden am Barabend sehen?

Dann solltet ihr mit auf unsere Frühjahrswerkstatt!

Vom 1. bis 3. März wollen wir in Königsdorf über unsere Idee von Europa sprechen. Wie muss ein solidarisches Europa aussehen, ein Europa das gegen die Klimakatastrophe, sozial Ungleichheit und gegen den zunehmenden Rechtsdruck zu kämpfen hat?

Natürlich erwartet euch neben dem inhaltlichen Angebot auch ein üppiges Freizeitprogramm, um alle anderen Teilnehmer*innen besser kennen zu lernen und Spaß haben, Party inklusive.

Hier gehts zum Programm !

Wir freuen uns auch euch!

Anmelden könnt ihr euch unter frühjahrswerkstatt@gjm.de, für die Teilnahme entfällt ein kleiner Beitrag von 10€.
Wenn ihr euch von diesem befreien lassen wollt, schreibt einfach unserem Schatzmeister Benjamin.Maier@gjm.de
Anmeldeschluss ist der 22.2.19.

Mit Polizeipferden gegen Straßenmalkreide: Klimaprotest wird nun auch in München kriminalisiert

In ganz Deutschland gingen am heutigen Freitag, den 14.12.2018, tausende junge Menschen in den Schulstreik und folgten damit dem Vorbild der Schwedin Greta Thunberg, die unter dem Motto “Fridays for Future” für radikalen Klimaschutz kämpft.
Alle Streiks verliefen ohne Zwischenfälle – nicht so in München: Weil ein paar Schüler*innen die Kundgebung nutzten, um ihr Anliegen mit Straßenkreide auf den Max-Joseph-Platz zu malen, rückte die Polizei sogar mit Pferden an und erstattete Anzeige gegen
die Sprecherin der Grünen Jugend München, die als Versammlungsleiterin aufgetreten war. Eine weitere Anzeige erfolgte gegen Unbekannt: Jemand hatte ein mit “FCK AfD” versehenes, durchgestrichenes Hakenkreuz auf den Boden gemalt. Grund der Beanstandung: Das Symbol war in der falschen Farbe durchgestrichen.

Georg Kurz, Sprecher der Grünen Jugend München:

“Auch wir haben das Recht auf eine lebenswerte Zukunft, und genau dafür kämpfen wir jetzt: Wir sind nicht länger bereit, die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen zu akzeptieren. Wir nehmen unser Schicksal selbst in die Hand – davon kann uns keine Repression abhalten. Die Botschaft ist klar: Solange unser Überleben auf diesem Planeten gefährdet ist, werden wir nicht aufhören, uns dagegen zu wehren und für eine bessere Zukunft zu kämpfen.”

Sprecherin Lena Beier ist nicht bereit, die Unterdrückung dieses notwendigen Protests zu akzeptieren:

“Endlich wissen wir, wofür Markus Söder so dringend mehr Reiterstaffeln für die Polizei braucht: Um Schüler*innen davon abzuhalten, “Save the planet” auf den Boden zu malen. Ob die “brandschutzbedingten” Räumungen im Hambacher Wald, die Hausdurchsuchungen bei Greenpeace oder jetzt die Anzeige wegen Kreidemalereien: Die Kriminalisierung der Klimabewegung nimmt immer absurdere Ausmaße an. Mir zeigt das, wie wirkmächtig diese Bewegung geworden ist – und wie ohnmächtig die Gegenseite unseren Forderungen gegenübersteht.”

Identitäre Bewegung verbieten!

Gemeinsame Pressemitteilung der Grünen Jugend Bayern und München

Zum Vorfall in München, bei dem Mitglieder der „Identitären Bewegung“ Hitlergrüße gezeigt und rechte Parolen gerufen haben sollen sowie zur Auskunft der Bundesregierung, die der „Identitären Bewegung“ 114 Straftaten seit April 2017 zuordnet, erklären GRÜNE JUGEND Bayern und GRÜNE JUGEND München gemeinsam:

Georg Kurz, Sprecher GRÜNE JUGEND München:

„Wir haben in den letzten Tagen gesehen, was passiert, wenn die extreme Rechte sich im Aufwind wähnt und weiß, dass der Staat nicht so genau hinsieht. Die pogromartigen Zustände in Chemnitz zeigen, dass jetzt entschlossen gegen neonazistische Strukturen vorgegangen werden muss. Die Identitäre Bewegung steckt da mitten drin: Wer „Heil Hilter“ und „Bomben auf Israel“ grölt und in braunen Uniformen durch München marodiert, hat jede bürgerliche Maske längst fallen gelassen. Deutlicher kann die IB ihre Gesinnung und Ziele nicht mehr machen.“

Saskia Weishaupt, Sprecherin GRÜNE JUGEND Bayern:

„Wir lassen seit Jahren zu, dass Neonazis sich in Deutschland neu strukturieren können, sich ein Netzwerk aufbauen und mit Abgeordneten in engem Kontakt stehen. Der Vorfall in München zeigt deutlich, auf welchem Gedankengut die Identitäre Bewegung fußt: Diese Menschen sind nationalistisch, rassistisch und demokratiefeindlich. Der Rechtsstaat darf nicht weiter wegschauen und muss endlich handeln. Ein Verbot der Identitären Bewegung ist lange überfällig!“